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Schweizer Seilbahn blieb in New York stecken

Wegen eines Stromausfalls ist in New York eine Seilbahn mit mehreren Dutzend Fahrgästen stehen geblieben. Die Passagiere sassen stundenlang fest, bevor Hilfe in einer Rettungsgondel nahte. Hergestellt wurde die Seilbahn von der Schweizer Firma VonRoll.

In einem stundenlangen Einsatz hat die New Yorker Polizei alle 68 Fahrgäste aus einer defekten Seilbahn befreit. Die zwei Gondeln der so genannten Tram waren über Manhattan und dem East River unerwartet zum Stillstand gekommen.

Die Behörden vermuten ein mechanisches Problem oder einen Stromausfall als Ursache. Da der Notgenerator nicht funktionierte, hatten die Rettungskräfte am Dienstagabend (Ortszeit) damit begonnen, die Passagiere in Sicherheit zu bringen.

In einem über zehnstündigen Einsatz wurden die Passagiere bis Mittwochmorgen mit Hilfe von an den Seilen befestigten Transportkörben und einem Kran befreit. Verletzte gab es nicht.

Unter den Geretteten waren zwölf Kinder und eine ältere gehbehinderte Frau. «Ich bin mir vorgekommen wie ein Stuntman beim Film», sagte der zwölfjährige Dax Maier, nachdem er wieder sicheren Boden unter den Füssen hatte.

Als die ersten Geretteten ankamen, wurden sie von einer jubelnden Menge und dem New Yorker Bürgermeister Michel Bloomberg begrüsst. «Wir hoffen, dass niemandem etwas passiert und dass wir unsere Lehren daraus ziehen», sagte Bloomberg. Er kündigte eine eingehende Untersuchung des Vorfalls an.

Die Seilbahn fährt regelmässig in viereinhalb Minuten von Manhattan zur nahe gelegenen Roosevelt-Insel. Die Fahrt ist besonders beliebt, da sie in rund 75 Metern Höhe über dem East River spektakuläre Aussichten auf die Stadt bietet. (dapd)

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