Aktualisiert 13.01.2017 14:32

Kombination Wengen

Schweizer Sensationssieg am Lauberhorn

Der 21-jährige Zürcher Niels Hintermann ist in der vom Wetter beeinflussten Kombination der Glücklichste und feiert seinen ersten Weltcup-Sieg.

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Die grosse Sensation: Niels Hintermann (21 Jahre) gewinnt die Kombination am Lauberhorn. Er profitiert von besseren Bedingungen.

Die grosse Sensation: Niels Hintermann (21 Jahre) gewinnt die Kombination am Lauberhorn. Er profitiert von besseren Bedingungen.

AFP/Fabrice COFFRINI
Der junge Schweizer startet früh in der Abfahrt und findet deutlich bessere Verhältnisse vor als seine Konkurrenten.

Der junge Schweizer startet früh in der Abfahrt und findet deutlich bessere Verhältnisse vor als seine Konkurrenten.

kein Anbieter/Fabrice COFFRINI
Maxence Muzaton (links, 2.) und Frederic Berthold (rechts, 3.) komplettieren das überraschende Podest.

Maxence Muzaton (links, 2.) und Frederic Berthold (rechts, 3.) komplettieren das überraschende Podest.

AFP/François-Xavier MARIT

Gute Schweizer Teamleistung und ein Sensationssieger

Während des Slaloms am Morgen hatte es stark geschneit. Wenigstens fanden praktisch alle Teilnehmer die gleich schwierigen Bedingungen vor. In der Abfahrt war das anders. Unmittelbar nach der Fahrt des mit der Nummer 8 gestarteten Hintermann begann es wieder zu schneien, so dass die nachfolgenden Fahrer, die besten nach dem einen Slalom-Lauf, auf der verkürzten Strecke mit Start unterhalb des Hundschopfs chancenlos blieben. Hintermanns bisheriges Bestergebnis im Weltcup war der 21. Rang, errungen vor knapp einem Jahr in der Abfahrt in Chamonix.

Der Berner Oberländer Nils Mani klassierte sich als Fünfter und realisierte ebenfalls sein bestes Resultat auf dieser Stufe. Der nach dem Slalom führende Walliser Justin Murisier wurde Siebenter, Mauro Caviezel Zwölfter, Carlo Janka Neunzehnter.

Pinturault gewinnt trotzdem die Disziplinenwertung

Auf dem Podest wurde Hintermann von Maxence Muzaton und Frederic Berthold flankiert. Der Franzose und der Österreicher schafften ebenfalls ihr mit Abstand bestes Resultat im Weltcup. Muzaton hatte den 11. Rang vor zwei Jahren in der Abfahrt in Kitzbühel, der Sohn des deutschen Cheftrainers Mathias Berthold den 17. Platz vor knapp drei Jahren in der Abfahrt in Garmisch als Bestwert ausgewiesen.

Muzatons Landsmann Alexis Pinturault kam zwar nicht über Rang 20 hinaus in Wengen. Der Franzose, der die letzten drei Kombinationen und fünf der voran gegangenen sieben Wettbewerbe für sich entschieden hatte, vermochte seinen Sieg in der Disziplinenwertung aus dem Vorjahr gleichwohl zu wiederholen. Pinturault, der die erste Prüfung des Winters kurz vor dem Jahreswechsel in Santa Caterina gewonnen hatte, führt das Schlussklassement nach zwei Wettkämpfen mit 111 Punkten vor Hintermann und dem Norweger Aleksander Kilde an.

Wengen. Weltcup-Kombination der Männer (Slalom/Abfahrt auf verkürzter Strecke):

1. Niels Hintermann (SUI) 2:26,58. 2. Maxence Muzaton (FRA) 0,26 zurück. 3. Frederic Berthold (AUT) 0,35. 4. Valentin Graud Moine (FRA) 0,38. 5. Nils Mani (SUI) 0,51. 6. Romed Baumann (AUT) 0,65. 7. Justin Murisier (SUI) 1,18. 8. Aleksander Kilde (NOR) 1,47.

Ferner: 11. Kjetil Jansrud (NOR) 1,86. 12. Mauro Caviezel (SUI) 1,93. 19. Carlo Janka (SUI) 2,74. 28. Gian Luca Barandun (SUI) 3,90. 34. Ralph Weber (SUI) 6,42.

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