Schweizer sind europaweit die am meisten Gestressten
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Schweizer sind europaweit die am meisten Gestressten

In der Schweiz leidet ein Drittel der Arbeitnehmer unter Stress. Damit sind wir in dieser «Disziplin» Europameister. Besonders gestresst sind die Jungen.

Dies zeigt eine europaweite Studie der internationalen Temporärarbeitsfirma Kelly Services. Demnach gaben in der Schweiz 33% der Beschäftigten an, sich sehr gestresst zu fühlen. Zusammen mit Schweden weist die Schweiz damit europaweit die höchste Rate aus. Auf dem zweiten Platz liegt Norwegen mit 31%, gefolgt von Frankreich und Deutschland mit je 28%. Am entspanntesten sind die Holländer (16%) und die Spanier (19%).

Während in Europa vor allem ältere Arbeitnehmer unter grosser Belastung leiden, sind es in der Schweiz hauptsächlich die Jungen. Von den 25- bis 34-Jährigen fühlen sich ganze 36% gestresst. Bei Beschäftigten, die über 51 Stunden die Woche schuften, ist die Belastung mit 68% am höchsten.

Stress variiert auch nach Branche: Besonders unter Druck fühlen sich die Beschäftigten im IT-Bereich (46%), gefolgt von den Führungskräften (39%). Die niedrigsten Stressraten weisen die Buchhaltung und Personalabteilungen auf (je 22%).

«Stress am Arbeitsplatz ist ein massives Problem und nimmt generell zu», so Arbeitspsychologin Simone Grebner. Dies, weil gerade beim Personal extrem gespart werde. Stress verursacht jährlich gesundheitliche Folgekosten sowie betriebliche Kosten in der Höhe von 4,2 Milliarden Franken.

Cornelia Stauffer

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