Schweizer sind keine Leuchten im Stromsparen
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Schweizer sind keine Leuchten im Stromsparen

Trotz sparsamerer Geräte hat der Stromverbrauch in Schweizer Haushalten seit 1991 um 26 Prozent zugenommen. Dazu beigetragen haben neue Anwendungen in der Unterhaltungselektronik und in der Informationstechnologie.

Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) erarbeitet derzeit eine Vorschau auf die Stromversorgung der Schweiz bis zum Jahr 2035. Eine Grundlage bildet dabei die Verbrauchsentwicklung in den Vorjahren, wie am Donnerstag an einer Medienkonferenz in Bern erklärt wurde.

Aufgrund dieser Entwicklung und der stetig steigenden Anzahl Haushalte geht die Branche auch für die Zukunft von einer insgesamt steigenden Stromnachfrage aus.

In den letzten Jahren sind viele Geräte - vor allem zum Waschen, Kühlen und Geschirrspülen - wesentlich sparsamer geworden. Andere Faktoren wirkten aber verbrauchssteigernd, etwa der höhere Komfort durch grössere Kühlschränke und Bildschirme sowie bei der Beleuchtung. Ausserdem verfügen heute 72 Prozent der Haushalte über einen PC.

Fanden sich 1991 nur in einem Drittel der Haushalte ein Geschirrspüler und Tumbler, sind diese heute in zwei Dritteln der Haushalte vorhanden. 20 Prozent der Haushalte haben zudem zwei Fernsehgeräte, 6 Prozent ein drittes, 10 Prozent einen zweiten oder gar dritten Kühlschrank. (sda)

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