Schweizer sind keine Schleckermäuler

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Schweizer sind keine Schleckermäuler

Die Schweizer Zuckerwaren-Industrie hat im letzten Jahr zulegen können - aber nur dank des Exportgeschäfts. Im Inland mussten die Fabrikanten zum dritten Mal in Folge einen Rückgang der Verkäufe hinnehmen.

Der Absatz von Schweizer Zuckerwaren stieg um 5,7 Prozent auf insgesamt 23 427 Tonnen. Damit wurde wieder das Niveau des Jahres 2000 erreicht, wie der Schweizerische Verband der Backwaren- und Zuckerwaren-Industrie am Dienstag mitteilte. Der gesamte Umsatz stieg um 6,3 Prozent auf 275 Mio. Franken - soviel wie noch nie.

Im Export stieg der Umsatz um 10,6 Prozent auf den neuen Rekord von 176 Mio. Franken. Insgesamt wurden 16 011 Tonnen exportiert. Das sind 10,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Am meisten geliefert wurde nach Deutschland (22,5 Prozent), Frankreich (19,5 Prozent) und in die Vereinigten Staaten (19 Prozent). Der Anteil des Exports an der gesamten Produktion stieg von 65,5 auf 68,3 Prozent.

Der Inland-Umsatz fiel um 0,6 Prozent auf 98,7 Mio. Franken. Mengenmässig ergab sich ein Minus um 3,2 Prozent auf 7415 Tonnen. Im Unterschied zu früheren Jahren ist der Umsatzrückgang bei den Schweizer Schleckereien nicht auf die Konkurrenz aus dem Ausland zurückzuführen. Auch diese mussten einen Rückgang hinnehmen. Der Marktanteil der Schweizer Produkte fiel von 31,8 auf 31,5 Prozent.

Der Pro-Kopf-Konsum von Zuckerwaren nahm innert Jahresfrist leicht von 3,3 auf 3,2 Kilo ab. Der Anteil der zuckerfreien Artikel am gesamten Konsum stieg von 17 auf 18,1 Prozent. Die Schweizer Zuckerwaren-Industrie zählt gemäss Mitteilung des Branchenverbands Biscosuisse elf Untenehmen, die rund 1000 Personen beschäftigen.

(sda)

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