Rekordumsätze: Schweizer sind trotz Corona im Shopping-Rausch
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RekordumsätzeSchweizer sind trotz Corona im Shopping-Rausch

Egal ob Monitore, Headsets, Staubsauger oder Hanteln – die hiesigen Konsumenten haben im vergangenen Jahr zugeschlagen wie schon lange nicht mehr. Das bringt dem Detailhandel ein Rekordergebnis.

von
Dominic Benz
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Die Schweizer Konsumenten haben im vergangenen Jahr so viel eingekauft wie schon lange nicht mehr. 

Die Schweizer Konsumenten haben im vergangenen Jahr so viel eingekauft wie schon lange nicht mehr.

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Die Umsätze im Detailhandel sind 2020 gegenüber dem Vorjahr um 7,8 Prozent gestiegen.

Die Umsätze im Detailhandel sind 2020 gegenüber dem Vorjahr um 7,8 Prozent gestiegen.

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Damit verbucht die Branche ein Rekordergebnis seit mehreren Jahrzehnten, wie das Marktforschungsinstitut GfK in seinem Markt Monitor des Schweizer Detailhandels schreibt.

Damit verbucht die Branche ein Rekordergebnis seit mehreren Jahrzehnten, wie das Marktforschungsinstitut GfK in seinem Markt Monitor des Schweizer Detailhandels schreibt.

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Darum gehts

  • Der Detailhandel verbucht fürs Jahr 2020 ein Rekordergebnis.

  • Der Bereich Nonfood legte vor allem gegen Ende des Jahres stark zu.

  • Schweizer kauften insbesondere Produkte aus den Sparten Heimelektronik und Do-it-yourself.

So viel eingekauft haben die Schweizer schon lange nicht mehr. Die Umsätze im Detailhandel sind 2020 gegenüber dem Vorjahr um 7,8 Prozent gestiegen. Damit verbucht die Branche ein Rekordergebnis seit mehreren Jahrzehnten, wie das Marktforschungsinstitut GfK in seinem Markt Monitor des Schweizer Detailhandels schreibt. Absolute Umsatzzahlen gibt das Institut nicht bekannt.

Trotzt Ladenschliessungen wegen des Lockdowns im vergangenen Frühjahr schossen die Umsätze in die Höhe. Der Bereich Nonfood legte insbesondere im 4. Quartal in vielen Sparten stark zu und verbuchte ein Wachstum von 2,6 Prozent. Im Bereich Food und Nearfood betrug das Plus 10,9 Prozent.

Hanteln und PC-Kameras gefragt

An der Spitze des Wachstums lagen laut GfK auch zum Jahresende hin die beiden Bereiche Heimelektronik und Do-it-yourself. In Heimelektronik boomten Monitore, Flachbildfernseher, Headsets, Notebooks, PC-Kameras. In den Haushaltswarengeräten wurden Staubsauger, Kaffee-, Tee- und Küchenmaschinen weiterhin konstant nachgefragt, schreibt das Institut weiter. Beim Do-it-yourself legten alle Bereiche weiter markant zu.

Ein ähnliches Wachstum zeigte sich im Bereich Freizeit. Gegen Ende des Jahres stieg die Nachfrage nach Spielwaren nochmals klar an. Gefragt waren dann vor allem teurere Produkte und Weihnachtsgeschenke. Beim Sport lagen Hanteln, Fitnessgeräte und alles rund ums Velofahren konstant hoch im Kurs. Ebenso boomten Ausrüstungen zum Schneewandern sowie Sportschuhe.

Online boomt weiter

Der Einrichtungsmarkt zog insbesondere Ende Dezember an. Die Schweizer deckten sich vor allem in den Sparten Backen, Kochen, Büro und Advents- und Weihnachtsdekorationen ein. Der Bekleidungsmarkt erholt sich trotz erneuten Einschränkungen der 2. Corona-Welle schrittweise weiter und erreichte nach dem September auch im Monat Oktober ein Plus, schreibt das GfK.

Wegen Corona kaufen immer mehr Schweizer online ein. Der Trend dürfte laut des Instituts auch weiterhin anhalten.

So setzt sich der Detailhandel zusammen

Der GfK Markt Monitor erfasst grundsätzlich alle Produkte, die im Schweizer Detailhandel verkauft werden. Nicht berücksichtigt werden Gastronomie, Take Away Partyservice, Catering, Grosshandel, Tabakwaren, Motorfahrzeuge, Brenn- und Treibstoffe sowie Dienstleistungen. Für die Erhebung des Monitors werden zudem folgende Märkte berücksichtigt: Food (Frischprodukte, Getränke, Langhaltbare Lebensmittel), Nearfood (Körperpflege, Papier- und Hygieneprodukte, Tiefbedarf) und Nonfood (Do-it-yourself, Freizeit, Heimelektronik, Haushalt und Wohnen sowie Kleider).

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