Gefangen im Paradies: Schweizer sitzen wegen Sturm auf Malediven fest
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Gefangen im ParadiesSchweizer sitzen wegen Sturm auf Malediven fest

Anhaltende Regenfälle und heftige Unwetter: Über 40 Schweizer haben ihren Malediven-Urlaub unfreiwillig verlängern müssen, weil sie ihr Wasserflugzeug nicht abholen konnte.

von
ame
Wegen des stürmischen Wetters konnten keine Wasserflugzeuge mehr fliegen. Über 40 Passagiere verpassten deshalb ihren Flug nach Zürich.

Wegen des stürmischen Wetters konnten keine Wasserflugzeuge mehr fliegen. Über 40 Passagiere verpassten deshalb ihren Flug nach Zürich.

Während die Schweiz seit Tagen bei heissen Temperaturen den Sommer geniesst, sitzen 43 Schweizer Touristen seit Sonntag bei stürmischem Wetter auf den Malediven fest. «Wir warteten stundenlang auf das Wasserflugzeug, jedoch kam keines. Dann setzte ein Monsunregen ein, welcher alle Hoffnungen, von hier wegzukommen, zunichte machte», so ein Leser-Reporter.

Peter Brun, Sprecher des Reiseveranstalters Kuoni, bestätigt:

«Wegen eines Sturms und heftigen Regenfällen konnten die Wasserflugzeuge am Sonntag und auch am Montagmorgen noch nicht fliegen und die Gäste nicht abholen. Deshalb haben diese auch den Charterflug am Montag in Malé nach Zürich nicht erwischt.»

Wer die «Ferien» bezahlt, ist offen

Da der Charterflug nach Zürich nur einmal in der Woche fliege, müsse man die Gäste auf Linienflüge via Singapur oder Dubai umbuchen. Ausserdem habe man Unterkünfte für alle Gäste organisiert. «Wir sind daran, die Heimreise für alle Gäste zu buchen. Wir überprüfen jeden Fall einzeln, welche Leistungen wir als Veranstalter übernehmen und welche Versicherung bezahlt.»

Da die Reisegäste auf den Malediven auf mehrere teils über hundert Kilometer von Malé entfernte Inseln verteilt sind, müssen sie von einem Wasserflugzeug zum Flughafen transportiert werden. Da sich das Wetter heute bereits wieder gebessert hat, steht einer Rückreise der Gestrandeten nicht mehr im Weg. «Die ersten Wasserflugzeuge konnten inzwischen wieder den Flugbetrieb aufnehmen. Wir erwarten, dass bis morgen die letzten Gäste nach Hause fliegen können», so Brun.

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