Schweizer Software erkennt Gesichter in digitalen Fotos
Aktualisiert

Schweizer Software erkennt Gesichter in digitalen Fotos

Schweizer Forscher wollen Google die Stirn bieten: Sie haben eine Software entwickelt, die Gesichter in digitalen Bildern erkennen soll.

Wer bei Google und Co. nach Porträts einer Person sucht, erhält meist Dutzende Bilder, die gar kein Gesicht enthalten, da alle Bilder geliefert werden, bei denen im umgebenden Text der Name der gesuchten Person vorkommt. Dieses Problem wollen Forscher am Institut IDIAP in Martigny lösen. Der von IDIAP entwickelte Filter «Google Portrait» schlägt nur noch Dateien vor, die ein Gesichtsfoto enthalten.

Die Software startet dabei zuerst eine herkömmliche Abfrage auf der Google-Bildersuche. Die gefundenen Bilder werden dann von der Software nach Gesichtern abgesucht. Wem das gefundene Gesicht gehört, erkennt das Programm allerdings noch nicht.

Nach Angaben der Forscher laufe die IDIAP-Software bereits seit Februar und sei nicht konkurrenzlos geblieben. So teste Google zurzeit diskret seine eigene Software im Internet, die allerdings erst im Mai erstmals im Netz bemerkt worden sei. Dies zeige, dass von öffentlichen Geldern geförderte Forschung selbst einem Software-Riesen die Stirn bieten könne.

AP

Eine noch nicht reibungslos funktionierende Demo der IDIAP-Software kann online getestet werden: www.idiap.ch/googleportrait

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