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ReitenSchweizer Springreiter Qualifikationssieger

Erstmals in der Geschichte der Eliteliga wurden die Schweizer Springreiter Sieger der Nationenpreis-Qualifikation.

Obwohl sie am CSIO Dublin fehlten, verteidigte die Equipe von Urs Grünig den Spitzenplatz in der Europa Division I. «Das ist ein grossartiger Prestigeerfolg und gibt uns Selbstvertrauen für die Europameisterschaften von Ende Monat in Dänemark», freute sich Urs Grünig. «Es zeigt auch, dass unsere Planung und Strategie absolut richtig war.»

Mit zweiten Plätzen in den Nationenpreisen in La Baule und St. Gallen sowie fünften Rängen in Rotterdam und Falsterbo sammelten die Schweizer Elitereiter um Olympiasieger Steve Guerdat, Pius Schwizer, Janika Sprunger und Paul Estermann, die auch an der EM in Herning die Medaillenhoffnungen tragen, 320 Punkte. Damit konnten Frankreich (318,67) und Team-Olympiasieger Grossbritannien (311,67) auf Distanz gehalten werden. Die Konstanz der Schweizer bildete die Basis für den Erfolg.

Deutschland nicht im Final

Da Grossbritannien in Starbesetzung in Dublin siegte, wurde endgültig Tatsache, dass Team-Welt- und Europameister Deutschland den mit drei Millionen Franken dotierten Nationenpreisfinal in Barcelona verpassen wird. Deutschland, das in Rotterdam und Hickstead siegte, wurde der Startverzicht am CSIO St. Gallen zum Verhängnis. Während sieben Equipen trotz des Dauerregens in der Ostschweiz an den Start gingen, blieben die Pferde der Deutschen in den Pferdeboxen. Der Weltverband hatte für das Forfait zur Schonung der Pferde kein Verständnis und schmetterte den Protest der Deutschen ab. Die Strafe ist nun erfolgt. Und würde die Liga auf die nächste Saison hin nicht aufgestockt, Deutschland würde sogar in die zweite Liga absteigen.

In letzter Minute zog Grossbritannien den Hals noch aus der Schlinge. England mobilisierte mit Nick Skelton, Ben Maher und Scott Brash mit ihren Spitzenpferden drei Goldpaare von London und demonstrierte mit drei Nullfehler-Ritten im zweiten Umgang in extremis seine Klasse. Die Briten hatten einen Platz unter den besten Vier benötigt, um Deutschland vom Final auszuschliessen.

Dublin. CSIO. Nationenpreis (2 Umgänge, Dotation: 200'000 Euro): 1. Grossbriannien (Nick Skelton/Big Star, 4 0, Ben Maher/Cella, 4 0, Robert Smith/Voila, 8 8, Scott Brash/Hello Sanctos, 0 0) 8 (8 0). 2. Holland (Albert Voorn/Toballo, 0 0, Hendrik-Jan Schuttert/Cerona, 12 8, Michel Hendrix/Wait and See, 4 4, Gert Jan Bruggink/Primeval Déjà Vu, 0 4) 12 (4 8). 3. USA 16 (12 4) und Irland 16 8 8). 5. Deutschland und Frankreich, beide 20 (12 8). 7. Ukraine 44 (28 16). 8. Spanien 61 (20 41). - Schweiz nicht am Start.

FEI Nations Cup. Europa Division I. Schlussklassement: 1. Schweiz 320 Punkte. 2. Frankreich 318,67. 3. Grossbritannien 311,67. 4. Holland 309. 5. Irland 299,17. 6. Ukraine 298. 7. Deutschland 282. 8. Spanien 256. - Deutschland nicht im Nationenpreisfinal vom 26.-29. September in Barcelona. Spanien als Gastgeber startberechtigt. (si)

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