Sarah Atcho leidet an einer Herzbeutel-Entzündung und fällt aus
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Nach Booster-ImpfungSchweizer Sprinterin Atcho leidet an Herzbeutelentzündung und fällt aus

Die Schweizer Leichtathletin Sarah Atcho muss mehrere Wochen pausieren. Wie sie auf Instagram mitteilt, leidet sie an einer Perikarditis.

von
Nils Hänggi
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Unter diesem Foto postete die 26-Jährige eine lange Nachricht.

Unter diesem Foto postete die 26-Jährige eine lange Nachricht.

Instagram/sarah_atcho
Wie sie mitteilt, leide sie an einer Entzündung des Herzbeutels. 

Wie sie mitteilt, leide sie an einer Entzündung des Herzbeutels.

Andy Mueller/freshfocus
Die 26-Jährige muss aus diesem Grund die nächsten Wochen kürzertreten, darf keine Rennen bestreiten. 

Die 26-Jährige muss aus diesem Grund die nächsten Wochen kürzertreten, darf keine Rennen bestreiten.

athletix.ch / BEAUTIFUL SPORTS/A

Darum gehts

Diese Nachricht ist ein Schock. Die Schweizer Leichtathletin Sarah Atcho verkündet am späten Montagabend auf Instagram bittere Neuigkeiten. So schreibt sie, dass sie an einer Perikarditis leide, an einer Herzbeutelentzündung.

Die 26-Jährige muss aus diesem Grund die nächsten Wochen kürzertreten. «Ich darf nun für einige Wochen meinen Herzschlag nicht mehr erhöhen, damit sich mein Herz ausruhen und die Entzündung heilen kann. Ich tue weiterhin alles, was ich kann, um mit meinem Trainer meine Muskeln in Bewegung zu halten, und er leistet hervorragende Arbeit, danke», meint Atcho.

Die ersten Schmerzen in der Brust verspürte der Leichtathletik-Star, der in Tokio bei Olympia eigentlich über die 4x100 Meter starten wollte, aber wegen Depressionen ausfiel, fünf Tage nachdem sie Ende Dezember die dritte Dosis des Impfstoffs gegen Covid-19 erhalten hatte. Atcho vermutet einen Zusammenhang mit der Booster-Impfung; das schreibt die Sprinterin auf Instagram, die unter dem Post viel Zuspruch und Gute-Besserungs-Wünsche von ihren Fans erhält.

WHO-Banner unter dem Post von ihr

Weiter meint sie: «Ich fühle mich hilflos, da es völlig ausser meiner Kontrolle liegt ... Ich bin froh, dass der Impfstoff viele Todesfälle verhindert und den Druck auf Krankenhäuser und Krankenhauspersonal verringert hat, aber ich bin frustriert, dass ich selbst und andere junge und gesunde Menschen unter diesen schweren Nebenwirkungen leiden.» Weiter bedaure sie, dass das Thema der Nebenwirkungen nicht stärker angesprochen werde.

Laut Swissmedic werden im Moment weltweit sehr seltene Verdachtsberichte von Herzerkrankungen in möglichem Zusammenhang mit der Anwendung von mRNA-Impfstoffen gegen Covid-19 untersucht. So liegen Swissmedic bislang nur relativ wenige UAW-Meldungen (Meldungen unerwünschter Arzneimittel-Wirkungen) vor. Unter dem Instagram-Post von Atcho ist zudem ein grosser WHO-Hinweis zu sehen. Auf diesem heisst es, dass «Impfstoffe gegen Covid-19 umfangreichen Tests unterzogen werden, um ihre Sicherheit und Wirksamkeit zu überprüfen. Anschliessend werden sie genau überwacht.»

Nicht vergessen darf man, dass das Risiko, nach einer Covid-19-Infektion eine Herzbeutel-oder Herzmuskelentzündung zu entwickeln, deutlich grösser ist. Laut einer Studie aus Israel, in die die Daten von rund 1,7 Millionen Personen eingeflossen sind, ist das Risiko etwa viermal so hoch.

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