Regionale Unterschiede: Schweizer Stadtkinder sind dicker
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Regionale UnterschiedeSchweizer Stadtkinder sind dicker

Schweizer Kinder haben ein unterschiedlich hohes Risiko, übergewichtig zu werden – je nachdem wo sie wohnen und welchen sozialen Status ihre Eltern haben.

von
jcg

Am dicksten sind die Kinder in Städten, von ausländischen Eltern aus einem anderen Kulturkreis oder mit einer tiefen Bildung. Das zeigt das aktuelle Monitoring des Body-Mass-Indexes bei über 26 000 Kindern der Gesundheitsförderung Schweiz, welches der «SonntagsZeitung» vorliegt. Die Studie wurde in vier Städten und vier Kantonen durchgeführt. In Basel-Stadt und Zürich ist jeder vierte Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren übergewichtig. Am besten schneidet das Wallis ab, wo nur zehn Prozent der 5- bis 9-Jährigen zu dick sind. Die Erhebung, die in den Städten Basel, Bern und Zürich bereits zum vierten Mal durchgeführt worden ist, zeigt aber auch eine Stabilisierung des Gewichts. Jedenfalls bei den unter 12-Jährigen.

Trotzdem sieht Thomas Mattig, Direktor Gesundheitsförderung Schweiz, keinen Grund zur Entwarnung. Thomas Steffen, Gesundheitsförderung Basel-Stadt, sagt: «Die Prävention muss mit vollem Einsatz fortgeführt werden.» Denn bis zu 80 Prozent der übergewichtigen Kinder bleiben es auch als Erwachsene.

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