Aktualisiert 15.12.2010 11:22

FiskalquoteSchweizer Steuerbelastung weiter tief

Gemessen an der Wirtschaftsleistung sind die Steuern hierzulande im internationalen Vergleich immer noch tief. Der OECD-Durchschnitt ist weit höher.

Die Fiskalquote der Schweiz - der Anteil von Steuern und Abgaben an der Wirtschaftsleistung (BIP) - ist letztes Jahr leicht gewachsen, bleibt aber im internationalen Vergleich tief. Dies geht aus Statistiken der OECD und des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD) hervor.

Nach den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen des EFD stieg die Fiskalquote der Schweiz 2008/2009 von 29,2 auf 29,8 Prozent. Der Anstieg lasse sich zum grössten Teil mit dem markanten Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) erklären. 1990 hatte die Quote noch bei knapp 26 Prozent gelegen, seit 2000 liegt sie zwischen 29 und 30 Prozent.

Unter dem OECD-Durschnitt

Im internationalen Vergleich verharrt die Schweizer Fiskalquote deutlich unter dem OECD-Durchschnitt. Dieser lag (2008) bei 34,8 Prozent. In den nordischen Ländern sowie in Italien, Frankreich und Österreich lagen diese Quoten über 40 Prozent. In Deutschland blieb sie stabil bei 37 Prozent des BIP. Tiefere Anteile als die Schweiz hatten die USA, Irland und Japan.

Wie aus den Revenue Statistics der Organisation für wirtschaftschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervorgeht, sank die Fiskalquote 2008 auf 2009 in den meisten OECD- Ländern - dies in Folge der Wirtschaftskrise. In der Schweiz wuchs sie gegen den Trend leicht an. (sda)

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