Schach-Olympiade: Schweizer stirbt während Finalspiel

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Schach-OlympiadeSchweizer stirbt während Finalspiel

Ein 67-jähriger Schweizer ist an der Schach-Olympiade in Norwegen plötzlich zusammengebrochen. Er stand mitten in einem Spiel der Finalrunde und verstarb noch im Turniersaal.

von
Nicolas Saameli
Kurt M. an einem Schachturnier. An der Schach-Olympiade im norwegischen Tromsø ist der Schweizer Spieler während einem Spiel verstorben.

Kurt M. an einem Schachturnier. An der Schach-Olympiade im norwegischen Tromsø ist der Schweizer Spieler während einem Spiel verstorben.

Der Schweizer Kurt M. ist am Donnerstag an der Schach-Olympiade im norwegischen Tromsø während eines Spiels der Finalrunde verstorben. Der Mann, der für das Team seines Wohnorts Seychellen angetreten war, erlitt einen Schwächeanfall und kollabierte mitten im Turniersaal.

Rund eine halbe Stunde lang wurde versucht, Kurt M. zu reanimieren. «Das Notärzte-Team des Roten Kreuzes war sofort bei ihm», sagte Morgan Lillegård vom Organisationskomitee der Schach-Olympiade zum norwegischen News-Portal newsinenglish.no. «Dem Mann konnte aber nicht mehr geholfen werden.»

Eine tödliche Falle

Der Schiedsrichter der Partie, der Honduraner Héctor Mejía, sagte zur spanischen Zeitung «El País»: «M. war lange in Führung. Sein Gegner konnte ihm aber eine Falle stellen und als er die bemerkte, sank er in sich zusammen und erlitt den Anfall.»

«Eigentlich ist M. schon seit einigen Jahren auf die Seychellen ausgewandert», sagt Karl Eggmann, Präsident der Schweizer Schach-Senioren. «Jeden Sommer ist er aber in die Schweiz gereist und hat am Schachturnier in Adelboden mitgespielt. In diesem Jahr wurde er sogar Dritter.» Der Senioren-Schachverband sei in Trauer und vermisse Kurt M. sehr.

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