«League of Legends» - Schweizer Team kauft Liga-Slot von Schalke 04 für 29 Millionen Franken
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«League of Legends»Schweizer Team kauft Liga-Slot von Schalke 04 für 29 Millionen Franken

Lange war die Zukunft des «League of Legends»-Teams des Bundesligaabsteigers Schalke 04 nicht sicher. Jetzt ist klar: Der Fussballclub verkauft seinen Slot in der höchsten «LoL»-Liga in Europa für 29 Millionen Schweizer Franken an BDS Esports aus Genf.

von
Marc Gerber
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«League of Legends» hat keine Zukunft bei Schalke 04. Der Fussballclub, der mit seiner E-Sport Abteilung in der höchsten «LoL»-Liga in Europa spielt, verkauft seinen Slot.

«League of Legends» hat keine Zukunft bei Schalke 04. Der Fussballclub, der mit seiner E-Sport Abteilung in der höchsten «LoL»-Liga in Europa spielt, verkauft seinen Slot.

Riot
Dass es dazu kommt, ist seit der letzten Generalversammlung klar. «Wir werden uns von diesem Geschäftsbereich sehr wahrscheinlich trennen müssen», sagt Schalke 04 Marketing-Vorstand Alexander Jobst.

Dass es dazu kommt, ist seit der letzten Generalversammlung klar. «Wir werden uns von diesem Geschäftsbereich sehr wahrscheinlich trennen müssen», sagt Schalke 04 Marketing-Vorstand Alexander Jobst.

Schalke 04
Käufer des «LEC»-Slots ist BDS Esport, der seine Wurzeln in der Schweiz hat.

Käufer des «LEC»-Slots ist BDS Esport, der seine Wurzeln in der Schweiz hat.

Was für eine Sensation, die Schweizer Organisation BDS Esport spielt ab nächster Saison in der «League of Legends»-Europameisterschaft, kurz LEC. Sie kaufen sich den Slot vom Fussballverein Schalke 04 für 29 Millionen Schweizer Franken. Welche Spieler oder Spielerinnen die Schweizer-Organisation vertreten werden ist noch unbekannt, sie kommen wahrscheinlich aber aus dem Ausland. Alexandre Lopez von Team BDS schreibt in der Medienmitteilung: «Wir freuen uns sehr, endlich in dieser anspruchsvollen und spannenden Liga mitspielen zu können.»

Anders als bei einer Fussball Europameisterschaft, qualifiziert man sich nicht, man kauft sich in die Liga ein. Somit sind die Clubs an dem Gewinn der Liga beteiligt und es gibt auch keinen Absteiger. Ganz anders als im Fussball, denn dort lief es in der letzten Saison ganz schlecht für den FC Schalke 04. Der Traditionsverein stieg aus der ersten Bundesliga ab. Der Verein soll hohe Schulden haben, man munkelt von 200 Millionen Euro.

Mit dem Verkauf vom Slot für die «League of Legends»-Europameisterschaft macht man auf jeden Fall Gewinn. 2019 kaufte Schalke 04 diesen für acht Millionen Euro und verkauft ihn nun für 26 Millionen Euro, was rund 29 Millionen Schweizer Franken sind. Keine Überraschung, denn an der Generalversammlung kündigte der Fussballverein schon an, dass man in Verhandlungen sei.

Der FC Schalke 04 schliesst ein erfolgreiches Kapitel, wenn auch nicht ganz. So war der FC Schalke 04, der erste und bis jetzt einzige Fussballverein in der «League of Legends»-Europameisterschaft. Er war sozusagen ein Pionier, wenn es um die Arbeit von Sport und E-Sport geht. Schalke 04 Esports wird es auch weiterhin geben, die Abteilung konzertiert sich aber auf andere E-Sport-Spiele und wird mit Sicherheit in der nahen Zukunft keine Investitionen tätigen. Was mit den «LoL»-E-Sportlern von Schalke 04 nach der Saison passiert, ist unbekannt. Natürlich wäre es eine valide Option, zu BDS Esports zu wechseln und einfach unter neuem Namen weiter zu spielen.

Es kommt zu einer weiteren Premiere: Das erste Mal spielt eine Schweizer Organisation in der höchsten «LoL»-Liga von Europa. Das Team BDS mit ihrem Sitz in Genf, greift nach den Sternen. Nachdem sie erfolgreiche «Rainbow Six: Siege» und «Rocket League»-Teams haben, wollen sie jetzt auch den «League of Legends»-Thron erklimmen. Schon jetzt haben sie ein «League of Legends»-Team in der Französischen-Liga, wer für sie an der «League of Legends»-Europameisterschaft spielt ist unbekannt.

29 Millionen Schweizer Franken haben die Genfer bezahlt, so eine Investition hat noch keine Schweizer E-Sport Organisation getätigt. Es ist ein absolutes Novum. Doch woher kommt das Geld der Genfer-Organisation? Mann munkelt in Foren, dass die Anheuser-Busch-Erben ihre Finger im Spiel haben und es als gute Investition sehen. Diese Information ist aber mit Vorsicht zu geniessen. Egal woher das Geld der 2019 gegründeten Organisation kommt, Fakt ist: Die Schweiz gehört neu zur Speerspitze der europäischen «League of Legends»-Szene, wenn auch die Chance, dass wirklich Schweizer E-Sportlerinnen oder E-Sportler in der LEC spielen, sehr gering ist.

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