Schwimmer: Schweizer Team mit positiver Bilanz
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SchwimmerSchweizer Team mit positiver Bilanz

Dominik Meichtry, Melanie Schweiger und Martina van Berkel waren am vorletzten Tag der Kurzbahn-WM in Dubai in den Vorläufen chancenlos. Damit sind die Titelkämpfe für das Schweizer Quartett zu Ende.

Für Dominik Meichtry und Co. ist die WM vorbei.

Für Dominik Meichtry und Co. ist die WM vorbei.

Meichtry vermochte in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu überzeugen, obwohl der 26-jährige St. Galler sowohl über 200 (9.) als auch über 400 m Crawl (10.) den Final jeweils knapp verpasste. In beiden Disziplinen schwamm er so schnell wie noch nie ohne Hightech-Anzug - diese sind seit diesem Jahr verboten. Über 100 m Crawl war er als 23. wie erwartet weit entfernt von den Halbfinals, wobei er mit 48,29 um 61 Hundertstel über seiner Ende 2008 aufgestellten Bestzeit blieb.

Die Auftritte in Dubai - die Kurzbahn-WM waren für den in Los Angeles in der hochkarätigen Gruppe um den Trainer Dave Salo trainierenden Meichtry «ein Sprungbrett» im Hinblick auf die Langbahn-WM 2011 in Schanghai und die Olympischen Spiele 2012 in London - bestärken den Ostschweizer darin, auf dem richtigen Weg zu sein. In London will er über 200 m Crawl, in jener Disziplin, in der er 2008 Olympia-Sechster wurde, sein Meisterwerk abliefern. Diesem Ziel ordnet er alles unter; er ist so motiviert wie nie. Dass Meichtry auf dem richtigen Weg ist, denkt auch Steffen Liess, Chef Leistungssport von Swiss Swimming: «Dominik konnte zeigen, dass er zur Weltspitze gehört.»

Martina van Berkel, die seit September in Australien lebt, hinterliess am Mittwoch in ihrer Paradedisziplin 200 m Delfin mit einem Schweizer Rekord und Rang 14 ebenfalls einen starken Eindruck. Für den Sprung in die Top 8 fehlten der 21-jährigen Zürcher Unterländerin «nur» 1,83 Sekunden. Darauf lässt sich aufbauen.

Für die zweite nationale Bestleitung in Dubai sorgte über 50 m Delfin Melanie Schweiger, die sich seit Wochen in Topform befindet. Die 26-jährige Zugerin, die erstmals überhaupt an Weltmeisterschaften teilnahm, qualifizierte sich in dieser Disziplin überraschend für die Halbfinals und überstand damit als einzige Schweizerin die Vorläufe. Zudem gelangen Schweiger über 100 m Lagen und am Samstag über 50 m Crawl persönliche Bestleistungen.

Brustspezialistin Stéphanie Spahn, ebenfalls WM-Debütantin, konnte wie bereits an den Kurzbahn-EM in Eindhoven nicht an ihre gute Form zu Beginn der Saison im 25-m-Becken anknüpfen. Die 19- jährige Zürcherin ist allerdings ein Versprechen für die Zukunft.

International gesehen ist am zweitletzten Tag die Spanierin Mireia Belmonte hervorzuheben, die in Dubai über 200 m Lagen bereits ihre dritte Goldmedaille nach den Siegen über 200 m Delfin und 400 m Lagen gewann. Den jeweils zweiten Einzeltitel sicherten sich die Amerikanerin Rebecca Soni (100 m Brust) und der Russe Stanislaw Donez (50 m Rücken).

(si)

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