Sehenswürdigkeiten zu: Schweizer Touristen müssen umplanen
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Sehenswürdigkeiten zuSchweizer Touristen müssen umplanen

Wegen der US-Haushaltskrise sind viele Sehenswürdigkeiten und Museen sowie Nationalpärke geschlossen. Hunderte Schweizer Touristen müssen ihr Reiseprogramm anpassen.

von
hvw

Ein Foto aus der Krone der Freiheitsstatue? Ein Besuch im Smithsonian, dem grössten Museum der Welt? Wandern im Yellow Stone Nationalpark? Auf diese und weitere beliebte Ferienaktivitäten müssen Touristen in den USA verzichten, bis der Haushaltsstreit in der US-Regierung beigelegt ist.

Von der Schliessung der Sehenswürdigkeiten sind Hunderte Touristen aus der Schweiz betroffen – alleine Kuoni hat momentan rund 900 Kunden in den USA. Für Oktober haben weitere 1300 Schweizer über den Reiseveranstalter Ferien in den Vereinigten Staaten gebucht. Via Hotelplan Suisse verbringen aktuell 527 Personen ihren Aufenthalt in Übersee.

Sehenswürdigkeiten werden vor Ort organisiert

Meldungen wegen geschlossenen Museen und Nationalpärken sind bei den grossen Schweizer Reiseveranstaltern nach eigenen Angaben aber erst wenige eingegangen. Kuoni-Sprecher Julian Chan erklärt: «Unsere Kunden buchen für die USA hauptsächlich Flüge, Hotels und Transfers sowie Mietautos und Wohnmobile.» Besuche von Sehenswürdigkeiten würden die Reisenden vor Ort individuell organisieren.

USA im Shutdown: Was sind die Folgen?

«Wir informieren die Kunden über Einschränkungen bei Museen und Monuments», sagt Chan. Auch Hotelplan hält ihre Kunden dazu an, sich über geschlossene Sehenswürdigkeiten zu informieren. «Unsere Reiseleiter vor Ort stehen für Fragen und Alternativen zur Verfügung», sagt Prisca Huguenin, Mediensprecherin von Hotelplan Suisse. «Sollte der Shutdown länger andauern, werden wir unser US-Reiseprogramm individuell anpassen.»

Keine Nationalparkreisen

Grössere Veränderungen wird es bei Schweizern geben, die eine Nationalpark-Pauschalreise gebucht haben. «Diese sind während des Shutdowns der Regierung nicht möglich», sagt Kuoni-Sprecher Chan. Mit den betroffenen Reisenden würden individuell Alternativprogramme erarbeitet. Sollte keine zufriedenstellende Lösung gefunden werden, können die Reisenden unter Umständen einen Teil des Buchungspreises zurückverlangen. «Grundsätzlich werden Leistungen, die nicht erbracht werden können, rückerstattet», sagt Chan.

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