Aktualisiert 19.11.2007 11:25

Schweizer trinken fremd

Trotz des Fehlens grosser Fussballturniere ist der Bierdurst der Schweizer im abgelaufenen Braujahr 2006/07 gestiegen. Profitiert haben besonders die Erzeugnisse ausländischer Brauer.

Im Schnitt wurden pro Kopf 57,1 Liter getrunken. Das sind gut zwei Stangen mehr als im Vorjahr. Insgesamt seien in der Schweiz 4,34 Millionen Hektoliter (hl) Bier verkauft worden, teilte der Schweizer Brauerei-Verband am Montag in einem Communiqué mit. Das sei ein Plus von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Besonders ausländische Biere waren gefragt: Die Importe hätten um 7,1 Prozent auf 830 000 hl zugenommen. Damit komme beinahe jedes fünfte Bier aus dem Ausland (19,1 Prozent). Laut SBV-Direktor Konrad Studerus bedrängt insbesondere das importierte Billigbier im Detailhandel das einheimische Bier. Angestiegen seien jedoch auch die eingeführten Hochpreisbiere und jene aus exotischen Ländern, sagte Studerus auf Anfrage. Der SBV erklärte sich den erneuten Anstieg des Bierimports mit den Nachteilen des Produktionsstandortes Schweiz mit Verweis auf Lohnkosten, LSVA und Werbebeschränkungen.

Heimische Brauer hatten indes mehr Mühe, die Biertrinker bei der Stange zu halten: Die inländische Bierproduktion sei lediglich um 1,5 Prozent auf 3,5 Mio. hl gestiegen. Der Marktanteil in der Schweiz produzierter Biere sei von 81,7 auf 80,9 Prozent gesunken. (sda)

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