Aktualisiert 13.06.2014 08:21

24-h-Rennen Le MansSchweizer Trio duelliert sich um den Sieg

Wenn am Samstag um 15 Uhr das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gestartet wird, zählen drei Schweizer zu den Topfavoriten.

von
Peter Berger

Marcel Fässler (Audi) hat das Highlight der Langstrecken-WM schon zweimal gewonnen, Sébastien Buemi (Toyota) hat die letzten drei 6-Stunden-Rennen gewonnen und ist diese Saison noch unbezwungen. Und Neel Jani (Porsche) war zuletzt in Spa der Qualifikationsschnellste.

Für Buemi hat die Favoritenrolle keine Bedeutung. «Le Mans ist anders, hier dauert das Rennen nicht sechs, sondern 24 Stunden. Man fährt auch in der Nacht. Da kann vieles passieren», so der Vorjahreszweite. Der Romand geht indes mit viel Selbstvertrauen an den Start. «Siege stärken dieses immer», blickt er auf die letzten drei Rennen der Langstrecken-WM zurück. Nur zu gerne würde der Formel-1-Ersatzfahrer von Red Bull den Klassiker gewinnen.

Fässler, der 2011 und 2012 triumphiert hat, weiss, was es für einen Sieg braucht: «Man braucht ein Team, das fehlerlos arbeitet, Wettkampfglück und ein konkurrenzfähiges Auto.» Im vergangenen Jahr musste sich der Schwyzer mit seinen Teamkollegen, dem Deutschen André Lotterer und dem Franzosen Benoît Tréluyer, mit Platz fünf begnügen. «Letztes Jahr war meine Frau dabei, weil es nicht so gut lief, lasse ich sie heuer nun wieder zuhause», scherzte Fässler.

Janis Probleme mit dem Auto

Bei Neel Jani ist vor allem das Auto ein Fragezeichen. Rekordsieger Porsche ist erst diese Saison wieder in die Langstrecken-WM zurückgekehrt. «Wir wissen, dass wir ein schnelles Auto haben. Unsere Hauptschwierigkeit wird jedoch sein, die 24 Stunden zu überstehen», sagt Jani. «Bei Tests haben wir dies bisher noch nie am Stück geschafft, immer stimmte irgendetwas am Auto nicht. Da sind uns Audi und Toyota voraus.» Für den Berner, der 2012 mit dem Privatteam Rebellion Racing Platz vier erreicht hatte, wäre deshalb ein Podestplatz bereits ein gutes Resultat.

Die 24 Stunden absolvieren die Fahrer in Dreier-Teams. «Bei uns dauert ein Einsatz zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Stunden», so Jani. Erlaubt sind maximal vier Stunden am Stück am Steuer. «Dazwischen ist Massage, Essen und Schlafen angesagt», ergänzt Buemi. Und Fässler betont: «Jeder Fahrer hat da sein eigenes Ritual. Für uns ist jedoch Le Mans nicht bloss ein 24-Stunden-Rennen, sondern eher ein 36-Stunden-Rennen, da für uns die Vorbereitungen bereits am Samstagmorgen beginnen.»

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