Drama am Himalaya: Schweizer überlebt Lawinenunglück

Aktualisiert

Drama am HimalayaSchweizer überlebt Lawinenunglück

Nach dem Lawinenniedergang im Himalaya am Sonntag hat sich die Zahl der Toten erhöht. Bisher wurden zwölf Tote geborgen, fünf Bergsteiger wurden am Montag gerettet. Darunter auch ein Schweizer.

von
kub

Nach dem schweren Lawinenunglück im Himalaya ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens zwölf gestiegen. Fünf vermisste Bergsteiger sind einen Tag nach dem Unglück gerettet worden. Die Rettung sei am Montag geglückt, sagte der örtliche Polizeichef Basanta Bahadur Kunwar.

Laut «France Info» seien die am Montag geretteten vier Franzosen und ein Schweizer. Sie seien alle geschockt, aber relativ gesund, so «France Info». Die Rettungskräfte hatten die Suche nach den insgesamt fünf vermissten Bergsteigern am Sonntag wegen schlechten Wetters vorübergehend unterbrechen müssen.

Elf Leichen seien am Berg geborgen worden. Ein weiterer Mensch sei nach der Bergung im Spital in Kathmandu gestorben, hiess es weiter. 18 Bergsteiger seien nach Samagaon, dem vom Basislager aus nächsten Ort, in Sicherheit gebracht worden.

Viele Ausländer unter den Toten

Zu den Toten gab es auch am Montag noch widersprüchliche Angaben. Französische Medien hatten am Sonntag berichtet, unter den Opfern des Lawinenabgangs vom Sonntag seien vier Franzosen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa verunglückte auch ein Italiener tödlich.

Das Tourismusministerium in Kathmandu teilte am Montag mit, unter den bislang identifizierten Toten seien ein Deutscher, ein Spanier und ein Nepalese. Drei Franzosen, zwei Deutsche und ein Nepalese seien in Spitäler nach Kathmandu gebracht worden.

Die Lawine hatte die Gruppe am Sonntag überrascht. Plötzlicher Sonnenschein nach Tagen mit kaltem Wetter hatte die Lawine auf dem achthöchsten Berg der Welt, der auch «Todesberg» genannt wird, am Sonntag ausgelöst. Die Schneemassen begruben zwei Camps in etwa 7000 Metern Höhe.

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