Schweizer Uhrenindustrie im Hoch
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Schweizer Uhrenindustrie im Hoch

Nach dem Rekord im Vorjahr ist das Exportvolumen im ersten Halbjahr erneut um elf Prozent auf 5,6 Milliarden Franken gestiegen. Besonders gefragt waren Schweizer Uhren in den USA und Fernost.

Wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH am Donnerstag in Biel bekannt gab, wuchs der Wert der Uhrenexporte im Juni zwar nur noch leicht an. Wie schon in den beiden Vormonaten wurden aber Uhren im Wert von mehr als einer Milliarde Franken ins Ausland verkauft. Von Januar bis Juni erhöhte sich das Exportvolumen im Vergleich zur Vorjahresperiode um elf Prozent auf 5,6 Milliarden Franken. Im geglätteten Zwölf-Monats-Vergleich betrug die Steigerung knapp zehn Prozent.

Beste Abnehmer von Schweizer Uhren waren erneut die Amerikaner. Der Wert der US-Exporte erhöhte sich im ersten Halbjahr um gut 14 Prozent auf 956 Millionen Franken. Damit wurde jede sechste Uhr in die USA verkauft. Mit einem Volumen von gut einer Milliarde Franken gaben allerdings die Chinesen noch mehr Geld für Schweizer Uhren aus. In der FH-Statistik werden Hongkong und China aber separat aufgeführt: Hongkong auf Platz zwei und China mit einer Steigerungsrate von 35 Prozent auf Platz elf. Die Nachbarländer Italien, Frankreich und Deutschland liegen auf den Plätzen vier bis sechs und zeigen steigende Tendenz.

Gefragt waren vor allem Luxus-Armbanduhren aus Gold und Bimetall, deren Exportwert um gut einen Fünftel stieg. Rein mengenmässig schrumpfte die Zahl der verkauften Uhren hingegen um 6,8 Prozent auf 11,2 Millionen. Die durchschnittliche Schweizer Uhr brachte damit rund 455 Franken ein. Stark gestiegen ist auch der Absatz an Weckern, Pendulen und weiteren Grossuhren. Einen Einbruch erlitten dagegen die Verkäufe von Fertiggehäusen.

Für das zweite Halbjahr zeigte sich die FH zuversichtlich. Angesichts der teilweise hervorragenden Werte aus dem Vorjahr rechnet der Verband aber mit einer Verlangsamung des Wachstums. In einigen Monaten sei gar mit rückläufigen Ergebnissen zu rechnen, hiess es. Im zweiten Halbjahr 2004 hatten die Schweizer Uhrenexporte mit einem Wert von 6,1 Milliarden Franken einen Rekord verzeichnet. (dapd)

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