Neuer Lohnindex: Schweizer verdienten 2016 über 1 Prozent mehr

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Neuer LohnindexSchweizer verdienten 2016 über 1 Prozent mehr

Das Bundesamt für Statistik hat die neusten Entwicklungen bei den Löhnen berechnet. Die Saläre in der Schweiz sind gestiegen – doch nicht in allen Berufen.

von
vb
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Automechaniker: Der Mindestlohn für Automechaniker in der Schweiz beträgt laut GAV 4450 Franken.

Automechaniker: Der Mindestlohn für Automechaniker in der Schweiz beträgt laut GAV 4450 Franken.

Keystone/Alexandra wey
Assistenzärzte: Sie verdienen laut dem Lohnbuch 7436 Franken, ihr Lohn stagniert.

Assistenzärzte: Sie verdienen laut dem Lohnbuch 7436 Franken, ihr Lohn stagniert.

Keystone/Gaetan Bally
Berufsoffizier: Berufsoffiziere der Armee verdienen 8142 Franken. Voraussetzung ist ein Bachelor-Abschluss.

Berufsoffizier: Berufsoffiziere der Armee verdienen 8142 Franken. Voraussetzung ist ein Bachelor-Abschluss.

Keystone/Gaetan Bally

Die Schweizer haben im vergangenen Jahr mehr verdient. Das zeigen neue Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS). Nominal sind die Löhne um 0,7 Prozent gestiegen. Real – das heisst, wenn die Teuerung miteinberechnet wird – haben die Saläre der Schweizer sogar um 1,1 Prozent zugelegt. Die Teuerung war mit -0,4 Prozent im vergangenen Jahr negativ – will heissen, dass Konsumentenpreise in der Schweiz grundsätzlich gesunken sind.

Gewisse Berufsgruppen profitierten stärker von Lohnerhöhungen als andere. Am besten erging es den Angestellten im Grosshandel: Dort stiegen die Nominallöhne 2016 um 2,2 Prozent. Genauso über ein Plus freuen konnten sich Banker und Mitarbeiter von Versicherungen (+2,1%). Gut steht auch die Chemie- und Pharmabranche da: Dort gab es nominale Zunahmen von 1,5 Prozent. Angestellte im Maschinen- und Fahrzeugbau durften nominal 0,9 Prozent mehr Lohn mit nach Hause nehmen.

Viele Branchen nur mit Mini-Plus

Weniger gut erging es den Angestellten im Wirtschaftszweig «Metallerzeugung; Herstellung von Metallerzeugnissen»: Dort wurde ein Minus bei den nominalen Löhnen von 0,1 Prozent verzeichnet, genauso wie in der Branche «Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken» (-0,2). Diese Rückgänge wurden aber durch die Negativteuerung kompensiert, sodass unter dem Strich leicht mehr Salär herausschaute.

Im Wirtschaftszweig «Herstellung von Holzwaren, Papier und

Druckerzeugnissen» gingen hingegen sowohl die Nominallöhne (-0,7) als auch die Reallöhne (-0,3) zurück. Ebenso am Schluss der Rangliste steht die Motorfahrzeug-Branche: Die Nominallöhne entwickelten sich mit -0,4 Prozent rückläufig.

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