Aktualisiert 09.05.2018 15:35

Gossau SGSchweizer verletzt seine Frau und erschiesst sich

Ehedrama in Gossau SG: Am Mittwochmorgen hat ein Mann seine Frau mit einer Schusswaffe verletzt. Er hat sich danach offenbar selbst gerichtet.

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bla
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Am Mittwoch kurz nach 9.30 Uhr sind an der Schwalbenstrasse in Gossau SG mehrere Schüsse gefallen. Polizisten fanden in einer Wohnung einen toten 52-jährigen Schweizer.

Am Mittwoch kurz nach 9.30 Uhr sind an der Schwalbenstrasse in Gossau SG mehrere Schüsse gefallen. Polizisten fanden in einer Wohnung einen toten 52-jährigen Schweizer.

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Kurze Zeit später meldete sich eine 42-jährige verletzte Schweizerin bei der St. Galler Notrufzentrale (im Bild). Sie gab an, es sei zu einem Streit in ihrer Wohnung gekommen.

Kurze Zeit später meldete sich eine 42-jährige verletzte Schweizerin bei der St. Galler Notrufzentrale (im Bild). Sie gab an, es sei zu einem Streit in ihrer Wohnung gekommen.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Sie habe zwar fliehen können, ihr Mann habe aber auf sie geschossen. Sicher ein Schuss traf die Frau am Kopf. Trotzdem konnte sie das Spital bereits wieder verlassen.

Sie habe zwar fliehen können, ihr Mann habe aber auf sie geschossen. Sicher ein Schuss traf die Frau am Kopf. Trotzdem konnte sie das Spital bereits wieder verlassen.

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Am Mittwoch kurz nach 9.30 Uhr sind an der Schwalbenstrasse in Gossau SG mehrere Schüsse gefallen. In der Wohnung eines Mehrfamilienhauses fanden Polizisten einen toten 52-jährigen Schweizer, wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt. Kurze Zeit später meldete sich eine verletzte 42-jährige Schweizerin bei der Notrufzentrale. Sie gab an, durch ihren Lebenspartner angeschossen worden zu sein. Sie wurde dabei verletzt.

Offenbar kam es zwischen dem in der gemeinsamen Wohnung lebenden Paar zu einem Streit. Während diesem soll der Mann seine Partnerin mit einer Schusswaffe bedroht haben. Ihr gelang es, die Wohnung via Treppenhaus zu verlassen. Daraufhin gab er mehrere Schüsse ab. Sicher einer davon traf die Frau am Kopf.

«Sie hat unglaubliches Glück gehabt»

Trotz dieser Verletzung konnte sie mehrere hundert Meter mit ihrem Auto flüchten. Von dort aus habe sie die Kantonspolizei St.Gallen verständigt. «Sie hat unglaubliches Glück gehabt», sagt Sprecher Hanspeter Krüsi auf Anfrage von 20 Minuten.

Die Frau wurde ins Spital gebracht. Die Verletzung habe sich als Fleischwunde am Hals herausgestellt, die genäht werden musste. Sie konnte das Spital bereits wieder verlassen.

Genauere Angaben zur Art der Waffen wollte die Polizei noch keine erteilen, der Mann sei der Polizei bisher nicht bekannt gewesen. Das Institut für Rechtsmedizin und Fachdienste der Kantonspolizei St.Gallen ermitteln unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen die genauen Tatumstände. Nach jetzigem Ermittlungsstand gehen die Strafuntersuchungsbehörden davon aus, dass der Mann sich im Anschluss an die Schussabgabe selbst erschoss.

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