05.09.2020 09:01

KundendatenSchweizer verlieren das Vertrauen in die Onlineshops

In den vergangenen drei Jahren mussten die Onlineshops einen Vertrauenseinbruch hinnehmen. Das Vertrauen der Schweizer Bevölkerung im Internet ist aber auch generell gesunken.

von
Raphael Knecht
1 / 13
In dieser Bildstrecke siehst du, wie Schweizer verschiedene Internet-Akteure bezüglich Umgang mit Kundendaten bewerten. Skala: 1 (kein Vertrauen) bis 10 (volles Vertrauen).

In dieser Bildstrecke siehst du, wie Schweizer verschiedene Internet-Akteure bezüglich Umgang mit Kundendaten bewerten. Skala: 1 (kein Vertrauen) bis 10 (volles Vertrauen).

KEYSTONE
Dating-Portale: 3,5

Dating-Portale: 3,5

KEYSTONE
Social-Media-Plattformen: 3,7

Social-Media-Plattformen: 3,7

KEYSTONE

Darum gehts

  • Besonders Onlineshops haben in den vergangenen drei Jahren an Vertrauen verloren.
  • Schweizer Konsumenten machen sich Sorgen um die eigenen Daten.
  • Trotzdem sind sie es aber auch leid, sich dauernd um die Sicherheit kümmern zu müssen.

Wenns um die eigenen Daten geht, macht sich die Schweizer Bevölkerung jedes Jahr mehr Sorgen. Im jährlichen Datenvertrauensreport von Comparis sind die Bewertungen für fast alle Internetakteure zum dritten Mal in Folge gesunken.

Vor allem die Onlineshops kommen schlecht weg: Auf einer Skala von 1 bis 10 sank deren Bewertung von 5,7 im Jahr 2018 auf 5,0 in diesem Jahr. Studienautor Jean-Claude Frick erklärt: «Wer im Internet ein Produkt kauft, bekommt von da an ständig Werbung zu genau solchen Produkten angezeigt. Das allgegenwärtige Tracking der Nutzer im Netz lässt das Vertrauen in Onlineshops sinken.»

Am schlechtesten sind die Bewertungen für Dating-Plattformen – allerdings haben sich diese Werte kaum verändert. 2018 hatten Schweizer Tinder und Co. die Note 3,4 gegeben. 2020 ist dieser Wert auf 3,5 gestiegen.

Die besten Bewertungen bekommen in der repräsentativen Umfrage seit drei Jahren die Banken. Aber auch deren Note ist von 7,2 auf 7 gesunken. Darauf folgen die Behörden, deren Bewertung 2020 6,8 beträgt.

Sicherheit

Schweizer sind es leid, sich zu schützen

Die Comparis-Analyse zeigt trotz des zunehmenden Misstrauens eine zunehmende Datenschutzmüdigkeit. Immer weniger Internetnutzer ergreifen die gängigsten Massnahmen für ihren eigenen Datenschutz. Der Anteil der Befragten, die Online-Banking nur auf dem eigenen Computer nutzen, ist um 5,6 Prozentpunkte von 66,5 Prozent (2018) auf 60,9 Prozent (2020) gesunken. Viele installieren auch seltener Updates und kontrollieren die Privatsphäre-Einstellungen auf Social Media weniger.

Von den 1023 Befragten haben viele nicht nur Bedenken, was die verschiedenen Akteure im Internet angeht. Auch die meisten Zahlungsmittel werden als weniger sicher beurteilt. Die beste Bewertung erhält dabei die Rechnungsstellung, deren Note von 8,5 auf 8,1 gefallen ist.

Paypal hat besonders gelitten: «Besitzerwechsel und undurchsichtige AGB haben dem Ruf von Paypal zusätzlich geschadet», so Frick. Konsumenten gaben dem Service eine Bewertung von 6,2, ein Minus von 0,7 innert drei Jahren. Damit geniesst Paypal jetzt gleich viel Vertrauen wie Twint. Apple und Samsung Pay werden mit 5,4 noch einmal deutlich schlechter bewertet.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.
137 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Gonzo5.6

06.09.2020, 12:49

Comparis? Vergiss es ...

Klara

06.09.2020, 11:26

Leidenschaftliche Mädchen sind auf der Suche nach Jungs für Spaß! Site - Getbadgirl.соm

Claudi

06.09.2020, 10:36

Ich hatte bei "Pay Safe" einen 2 Codes gekauft, um mein Steam-Guthaben aufzuladen (Steam = Spieleplattform). Der 1. Code funktionierte - der 2. nicht. Bis heute habe ich keinen neuen Code bekommen. Sie haben mir zwar bestätigt, dass mir das Geld zusteht, wollen aber unbedingt meine Bankkonto-Angaben, anstatt mir einen neuen Code zu geben. Das macht mich misstrauisch.