16.06.2019 03:10

Mehrheit ist jungSchweizer verrauchen über 6 Tonnen CBD-Hanf

Erstmals geben Zahlen darüber Aufschluss, wie viel CBD letztes Jahr in der Schweiz konsumiert wurde.

von
roy
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Die Hersteller bezahlen Tabaksteuer, Geld in die Prävention von CBD fliesst aber nicht. (Archivbild)

Die Hersteller bezahlen Tabaksteuer, Geld in die Prävention von CBD fliesst aber nicht. (Archivbild)

Keystone/Gaetan Bally
In vielen Ländern ist der Besitz von CBD-Hanf, der in der Schweiz legal ist, verboten. Eine Übersicht. Besonders streng ist die Gesetzgebung in Frankreich: Dort ist CBD-Hanf verboten. Wer erwischt wird, muss mit einer Haftstrafe von bis zu einem Jahr und einer Busse von mehreren tausend Franken rechnen.

In vielen Ländern ist der Besitz von CBD-Hanf, der in der Schweiz legal ist, verboten. Eine Übersicht. Besonders streng ist die Gesetzgebung in Frankreich: Dort ist CBD-Hanf verboten. Wer erwischt wird, muss mit einer Haftstrafe von bis zu einem Jahr und einer Busse von mehreren tausend Franken rechnen.

epa/ian Langsdon
Wer in Österreich (im Bild das Riesenrad in Wien) mit Schweizer CBD-Zigis erwischt wird, riskiert eine Geldstrafe und bis zu 6 Monate Gefängnis.

Wer in Österreich (im Bild das Riesenrad in Wien) mit Schweizer CBD-Zigis erwischt wird, riskiert eine Geldstrafe und bis zu 6 Monate Gefängnis.

Keystone/Michele Limina

Das Geschäft mit legalem Hanf blüht. Vor drei Jahren bezahlten die Hersteller erst 400'000 Franken an Tabaksteuer, letztes Jahr waren es laut «SonntagsZeitung» schon 15,1 Millionen Franken. Diese Daten lassen erstmals eine Aussage darüber zu, wie viel CBD in der Schweiz geraucht wird. «Schätzungsweise wurden 6200 Kilogramm an Blüten versteuert», sagt Adrien Kay vom Bundesamt für Gesundheit.

Die meisten Kunden sind noch jung, wie eine Studie von Sucht Schweiz zeigt. Trotzdem gibt es keinerlei Prävention im Bereich von CBD. Denn im Gegensatz zu Zigaretten fällt beim legalen Gras keinerlei Abgabe an den Tabakpräventionsfonds an. Dies sorgt jetzt für Kritik. Laut Wolfgang Kweitel von der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz sollten auch CBD-Blüten abgabepflichtig sein. «Schliesslich werden diese allermeist geraucht, was schädlich ist.»

(roy/20 Minuten)

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