Sport statt Diätpillen: Schweizer verzichten auf Schlankmacher
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Sport statt DiätpillenSchweizer verzichten auf Schlankmacher

In der Schweiz ist die Nachfrage nach Diätpillen regelrecht eingebrochen. Auch Weight-Watchers-Produkte werden weniger verzehrt.

von
pat

Das Interesse an Diätpillen ist massiv eingebrochen. Wurden vor zehn Jahren noch 333'000 Packungen verkauft, sind es heute nur noch gut 41'000, wie «10 vor 10» berichtet. Fritz Horber, Chefarzt am liechtensteinischen Landesspital, glaubt, den Grund zu kennen: «Sie nützen nichts oder fast nichts – und kosten viel.»

Laut dem Pharmakonzern Roche ist der Verkauf von Diätpillen bereits seit dem Jahr 1999 rückläufig. Er hat die Vermarktung deshalb vor drei Jahren eingestellt. Laut Roche wirken die vermeintlichen Schlankmacher-Produkte nur in Verbindung mit einer Diät und Bewegung.

Nachfrage nach Diät- und Light-Lebensmitteln rückläufig

Das britische Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline hat die Lieferung seiner Pillen in die Schweiz wegen fehlender Nachfrage mittlerweile eingestellt.

Auch Diät- und Light-Lebensmittel wie beispielsweise Weight-Watchers-Produkte von Coop sind immer weniger gefragt. Experten begründen den Trend damit, dass der Kunde immer mehr auf Bewegung und eine ausgewogene Ernährung setzt.

Einzig der Graumarkt für ausländische Diätmittel im Internet soll den Umsatz gemäss dem Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic leicht gesteigert haben. Ruth Mosimann von Swissmedic warnt vor den Pillen im Internet. Viele hätten gefährliche Nebenwirkungen.

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