Aktualisiert 20.04.2019 11:07

AuferstehungSchweizer Vivi Kola landet Coup in Dubai

Eine Erfolgsgeschichte: Der Eglisauer Christian Forrer hat die Kult-Cola aus der Versenkung geholt und liefert jetzt sogar in den Wüstenstaat.

von
dmo
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Vivi Kola ist seit 2010 zurück auf dem Markt.

Vivi Kola ist seit 2010 zurück auf dem Markt.

Keystone/Christian Beutler
Zu neuem Leben erweckt wurde das Kult-Getränk von Christian Forrer.

Zu neuem Leben erweckt wurde das Kult-Getränk von Christian Forrer.

Keystone/Christian Beutler
Neben der Brause gehört auch Vicafe zum Unternehmen von Forrer.

Neben der Brause gehört auch Vicafe zum Unternehmen von Forrer.

Keystone/Christian Beutler

1938 gegründet, verschwand Vivi Kola 1986 wieder vom Markt. Doch 23 Jahre später ist die Schweizer Antwort auf Coca Cola und Pepsi zurück im Geschäft – und auf Erfolgskurs.

Vor neun Jahren kehrte die Brause zurück auf den Getränkemarkt. Der neue Firmeninhaber Christian Forrer liess sich von schwierigen Bedingungen, wie einem «nervenaufreibenden Streit» mit Rivella, nicht beirren und so war es 2010 soweit: Vivi Kola war mit einer Etikette, die Forrer selber entworfen hatte, wieder da.

2 Millionen Flaschen

«Es war ein fulminanter Start, aus der ganzen Schweiz kamen Leute in unseren Laden in Eglisau», sagt Forrer der «Aargauer Zeitung». Die Medien zeigten reges Interesse und halfen so mit, den Betrieb zum Laufen zu bringen. «Viele Händler und Restaurants wurden so auf uns aufmerksam.»

Heute seien sie profitabel, das Geschäft laufe gut. Im letzten Jahr wurden 1,7 Millionen Flaschen verkauft, 2019 rechnet der Eglisauer mit 2 Millionen. Und erst vor kurzem konnte Forrer einen Coup landen, wie die «AZ» weiter schreibt. «Wir waren an einer Branchenmesse in Dubai und konnten Vivi Kola erfolgreich als Premium-Cola mit viel Swissness vermarkten», so Forrer. Die ersten 10'000 Flaschen sollten demnächst in Dubai eintreffen. Sie werden dort in gehobenen Restaurants angeboten.

Rentabler als die Brause

Im Zusammenhang mit der Neulancierung von Vivi Kola eröffnete Forrer 2010 neben dem Getränkeladen auch ein Café mit Rösterei, um Kunden anzulocken. Das Geschäft ist heute unter dem Namen Vicafe bekannt und zählt in Zürich sieben Standorte.

Und der Kaffee setzt mittlerweile sogar mehr um als die Brause. «In drei Jahren dürften wir doppelt so viele Standorte haben, auch ausserhalb von Zürich in grösseren Schweizer Städten», sagt Forrer.

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