Aktualisiert 15.08.2013 19:50

Sommer-Grand-PrixSchweizer vor Heimspringen blass

Die Schweizer Skispringer hatten beim Sommer-Grand-Prix in Courchevel im Kampf um die vorderen Plätze nichts zu vermelden. Als Bester wurde Gregor Deschwanden 25., Simon Ammann erreichte Platz 27.

Die Schweizer zeigten vor dem Heimauftritt in Einsiedeln am Samstag eine enttäuschende Leistung. «Die Resultate sind nicht sehr befriedigend», sagte Nationaltrainer Martin Künzle nach dem Springen in den französischen Alpen. In verheissungsvoller Verfassung zeigte sich Gregor Deschwanden, der im Probedurchgang mit 132 Metern die Bestweite erzielte. Doch ob der möglichen Topklassierung bekam er es mit der Nervosität zu tun und verpasste es, die Leistung im Wettkampf zu wiederholen. Trotzdem sprang er mit 120,5 und 122,5 Metern zweimal weiter als Simon Ammann und klassierte sich als 25. zwei Plätze vor dem Toggenburger.

Ammann steigerte sich in Courchevel auf der Suche nach dem richtigen Timing von Sprung zu Sprung, wollte dann im Wettkampf aber zu viel. Im ersten Durchgang sprang er zu aggressiv und schaffte es mit einer Weite von 118 Metern als 30. gerade noch in den Finaldurchgang. Dort sprang er nur eineinhalb Meter weiter. Positiv bewertete Künzle die Leistung von Pascal Egloff. Der 21-jährige Grabser schaffte bei seinem ersten Sommer-GP-Einsatz die Qualifikation für den Wettkampf, kam aber nicht über den 47. Platz hinaus.

Um den Sieg sprangen einmal mehr die Deutschen, die sich einer beneidenswerten Sommerform erfreuen. Mit grossem Abstand triumphierte Andreas Wellinger, der den Grand Prix nach seinem zweiten Sieg und einem zweiten Platz deutlich anführt. Neben ihm auf das Podest schafften es seine Landsleute Andreas Wank und Michael Neumayer. Bei den Frauen ging der Sieg an die erst 15-jährige Slowenin Ema Klinec. Bigna Windmüller verpasste als 42. die Qualifikation für den Finaldurchgang.

Courchevel (Fr). Sommer-GP. 3. Station. Männer. Grossschanze. Schlussklassement: 1. Andreas Wellinger (De) 310,4 (131,5 m/131,5 m). 2. Andreas Wank (De) 283,6 (130/127,5). 3. Michael Neumayer (De) 283,3 (125,5/127). 4. Kamil Stoch (Pol) 283,0 (127,5/126). 5. Tom Hilde (No) 281,6 (124/127,5). 6. Dawid Kubacki (Pol) 280,3. Ferner: 25. Gregor Deschwanden (Sz) 261,4 (120,5/122,5). 27. Simon Ammann 253,9 (118/119,5). - Nicht im Finaldurchgang: 47. Pascal Egloff (Sz) 104,2 (109,5). - 48 klassiert.

Stand nach dem 1. Durchgang: 1. Wellinger 152,6 (131,5). 2. Neumayer 139,1 (125,5). 3. Wank 139,0 (130). Ferner: 28. Deschwanden 124,7 (120,5). 30. Ammann 122,8 (118,0).

Grand-Prix-Stand (3/12): 1. Wellinger 280. 2. Richard Freitag (De) 147. 3. Neumayer 140. Ferner: 16. Ammann 40. 22. Deschwanden 30.

Frauen. Normalschanze. Schlussklassement: 1. Ema Klinec (Sln) 224,7 (96/94). 2. Sarah Hendrickson (USA) 222,8 (93/98). 3. Yuki Ito (Jap) 218,4 (88,5/99). 4. Ulrike Grässler (De) 216,0 (91,5/97). 5. Sara Takanashi (Jap) 214,8 (88,5/96). 6. Jessica Jerome (USA) 207,9 (96/92,5). - Nicht im Finaldurchgang: 42. Bigna Windmüller (Sz) 71,4 (78). - 47 klassiert.

Stand nach dem 1. Durchgang: 1. Klinec 107,8 (96). 2. Hendrickson 106,9 (93). 3. Colline Mattel (Fr) 105,9 (93,5).

Grand-Prix-Stand (2/6): 1. Takanashi 125. 2. Klinec, Ito und Alexandra Pretorius (Ka), je 100. Ferner: 36. Bigna Windmüller 4. (si)

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