Aktualisiert 11.10.2005 09:55

Schweizer Wald wird zu wenig genutzt

In Schweizer Wäldern sind im vergangenen Jahr 5,2 Millionen Kubikmeter Holz geschlagen worden.

Das sind rund 40.000 Kubikmeter mehr als im Vorjahr, wie die jüngste Forststatistik zeigt. Dennoch wurden nur zwei Drittel des Zuwachses verwendet. Das Aussenhandelsdefizit der Branche betrug gut zwei Milliarden Franken.

Das leichte Wachstum der Holznutzung entfällt hauptsächlich auf die Privatwälder, die rund 1,85 Millionen Kubikmeter Holz produzierten, wie das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) am Dienstag mitteilte. In öffentlichen Wäldern wurden rund 3,3 Millionen Kubikmeter Holz genutzt, was fast gleichviel ist wie im Vorjahr. Statt der tatsächlich geernteten 5,2 Millionen Kubikmeter könnten jährlich rund 7,4 Millionen Kubikmeter Holz genutzt werden. Das Potenzial des Schweizer Waldes wurde demnach im vergangenen Jahr zu einem Drittel nicht ausgeschöpft.

Auch die seit Jahren negative Aussenhandelsbilanz von Holz und Holzprodukten setzte sich 2004 fort und betrug über zwei Milliarden Franken. Die Schweiz exportierte 2004 Holz und Holzprodukte im Wert von 3,75 Milliarden Franken, demgegenüber stehen Importe von 5,98 Milliarden Franken. Grund für das Aussenhandelsdefizit ist laut BUWAL, dass ein grosser Teil des Schweizer Holzes unverarbeitet ins Ausland verkauft und dort verarbeitet wird. Ein grosser Teil der Wertschöpfung werde so ins Ausland verlagert. (dapd)

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