Studie: Schweizer wechseln Stelle trotz Jobfrust nicht
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StudieSchweizer wechseln Stelle trotz Jobfrust nicht

Ein Viertel der Schweizer ist laut einer Studie unzufrieden im Job. Viele wollen trotzdem nicht wechseln. Das sind die Gründe.

von
D. Vollenweider

Aus diesen Gründen wechseln Mitarbeiter trotz Unzufriedenheit den Job nicht. (Video: DV)

Der Chef nervt, die Arbeitsmenge übersteigt das Arbeitspensum, und die Bezahlung ist schlecht. Viele Schweizer sind mit ihrem Job unzufrieden. Wie viele, zeigt eine neue Studie des Personalvermittlers Robert Half: Ein Viertel der Befragten gab darin an, im Job frustriert zu sein.

Das Überraschende: Obwohl 26 Prozent nicht glücklich sind, bleibt jeder Dritte davon dem Arbeitgeber treu. Sie sind nicht aktiv auf Jobsuche. Der häufigste Grund fürs Ausharren: Jeder Zweite nennt Vorzüge des aktuellen Arbeitgebers, wie flexible Arbeitsmodelle oder ein gutes Gehalt. Mit 29 Prozent am zweithäufigsten als Grund genannt wird die gute Beziehung zu den Arbeitskollegen (weitere Gründe siehe Video oben).

Unzufriedenheit wirkt sich auf die Gesundheit aus

«Kein Job ist zu 100 Prozent perfekt», sagt Zerrin Azeri, Associate Director bei Robert Half in Zürich. Darum gebe es immer mal wieder Grund, unzufrieden zu sein. «Wenn die Stimmung unter den Arbeitskollegen aber gut ist, kann das beispielsweise viel wettmachen», so Azeri.

Jedoch dürfe Unzufriedenheit im Job nicht auf die leichte Schulter genommen werden. «Wichtig ist, dass der Mitarbeiter nicht dauerhaft unglücklich im Job ist», erklärt die Personalberaterin. Denn das könne sich schnell auf die Gesundheit auswirken. «Arbeitsfrust kann in einem Burnout oder Boreout enden.»

Den Vorgesetzten informieren

In einem ersten Schritt sollten betroffene Mitarbeiter deshalb in jedem Fall das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen, um eine Lösung zu finden. Ändert sich trotzdem nichts, sei es Zeit für einen neuen Job. Auch wenn Mitarbeiter ausgenutzt oder gemobbt werden, ständig Überstunden anfallen und der Kollegenzusammenhalt leidet, sollte man laut der Personalberaterin Konsequenzen ziehen.

Die Umfrage im Auftrag von Robert Half wurde vom Marktforschungsinstitut Yougov im März 2019 unter 250 Arbeitnehmern in der Schweiz durchgeführt.

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