Schweizer will französischer Präsident werden
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Schweizer will französischer Präsident werden

Der französisch-schweizerische Doppelbürger Jean- Philippe Allenbach hat die benötigten 500 Unterschriften von Amtsträgern gesammelt und kann damit als Präsidentschaftskandidat in Frankreich antreten.

Allenbach werde insbesondere von Bürgermeistern aus Gemeinden in der Nähe der Schweizer Grenze unterstützt, erklärte Wahlkampfleiter Robert Valfrey von Kaenel am Freitag gegenüber der SDA: «Diese Leute sind ermüdet vom Duell zwischen Ségolène Royal und Nicolas Sarkozy.»

Die Bürgermeister, die auf Allenbach setzen, befürworteten einen Transfer von Geldmittel in die Provinz und zu den Gemeinden, sagte Valfrey von Kaenel. Der 58-jährige Doppelbürger Allenbach tritt als Unabhängiger an und als «Kandidat der Provinz». Er hatte seine Kandidatur im November in Genf angekündigt.

Sein Wahlkampfbudget beträgt 100 000 Euro (161 000 Franken) und ist gemäss Valfrey von Kaenel schon deutlich überschritten. Allenbach ist ehemaliger Präsident der Grenzregion Franche-Comté und wollte bereits 2002 für das Präsidentenamt kandidieren. Damals brachte er die 500 Unterschriften nicht zusammen.

Seine Kandidatur für die Wahlen 2007 erklärte er gegenüber Schweizerischen Depeschenagentur. Mit diesem Schritt wollte der Doppelbürger dagegen protestieren, dass die französische Nachrichtenagentur AFP ihr Redaktionsbüro in Besançon, der Hauptstadt der Region Franche-Comté, aufgegeben hat. (sda)

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