Europäische Raumfahrtagentur: Schweizer wird als künftiger Astronaut ausgebildet

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Europäische RaumfahrtagenturSchweizer wird als künftiger Astronaut ausgebildet

Ein Bieler wird wahrscheinlich eines Tages in den Weltraum fliegen. Er ist Teil der neuen fünfköpfigen Astronautengruppe, die die ESA am Mittwoch bekanntgab.

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Marco Alain Sieber aus Biel wird zum Astronauten ausgebildet.

Marco Alain Sieber aus Biel wird zum Astronauten ausgebildet.

ESA
Zusammen mit ihm auch der Belgier Raphaël Liégeois …

Zusammen mit ihm auch der Belgier Raphaël Liégeois …

ESA
… die Britin Rosemary Coogan, …

… die Britin Rosemary Coogan, …

ESA

Darum gehts

  • Die europäische Raumfahrtagentur (ESA) teilte am Mittwoch mit wer für die neue europäische Astronautengruppe ausgewählt wurde.

  • In der fünfköpfigen Gruppe ist auch der Schweizer Marco Alain Sieber.

  • Sieber ist Rettungsarzt, Pilot und Fallschirmspringer-Instruktor.

In der europäischen Astronautengruppe wird demnächst wieder ein Schweizer vertreten sein. Die europäische Raumfahrtagentur (ESA) benannte für ihr künftiges Astronauten-Team den Schweizer Marco Alain Sieber, die Französin Sophie Adenot, die Britin Rosemary Coogan, den Spanier Pablo Álvarez Fernández und den Belgier Raphaël Liégeois.

Marco Alain Sieber ist Arzt in Biel und kann auf einen eindrücklichen Rucksack an Kompetenzen zurückgreifen: Rettungsarzt, Pilot, Fallschirmspringer-Instruktor und Auslanderfahrung, wie das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation mitteilt. 

Zudem erster «Parastronaut» gewählt – Brite hat eine Behinderung

Die neuen Astronauten und Astronautinnen, die im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln ausgebildet werden, wurden aus knapp 23’000 Bewerbern ausgewählt. Nach der Ausbildung haben sie die Möglichkeit, an Flügen rund um die zusammen mit der NASA durchgeführten ESA-Programme teilzunehmen, sei es auf der internationalen Raumstation ISS, auf der Lunar-Gateway-Raumstation oder beim ARTEMIS-Programm, an denen auch die Schweiz beteiligt ist. Die Ernennung von Marco Alain Sieber reiht sich in das langfristige Engagement der Schweiz im Rahmen der ESA-Weltraumprogramme ein.

Erstmals wählte die Agentur auch einen «Parastronauten» aus, den Briten John McFall, dem das rechte Bein fehlt. Die ESA will künftig unter anderem auch Erfahrungen sammeln, ob und unter welchen Bedingungen Astronauten mit körperlicher Behinderung in den Weltraum geschickt werden können.

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(smk/AFP)

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