13.10.2020 11:26

HomeofficeSchweizer wollen wegen Corona grössere Wohnungen

Durch die Coronakrise kommt es vermehrt zu Homeoffice, die Leute verbringen häufiger Zeit Zuhause und legen gesteigerten Wert auf den Wohnraum. Das zeigt eine Analyse der Immobilienplattform Immoscout24.

1 / 3
Aufgrund der Corona-Pandemie wollen die Schweizer mehr Wohnraum.

Aufgrund der Corona-Pandemie wollen die Schweizer mehr Wohnraum.

KEYSTONE
Es wird mehr Zeit Zuhause verbracht und die eigenen vier Wände werden immer mehr geschätzt.

Es wird mehr Zeit Zuhause verbracht und die eigenen vier Wände werden immer mehr geschätzt.

KEYSTONE
Am beliebtesten bei Herr und Frau Schweizer sind 3,5-Zimmerwohnungen.

Am beliebtesten bei Herr und Frau Schweizer sind 3,5-Zimmerwohnungen.

KEYSTONE

Herr und Frau Schweizer wollen immer mehr Wohnraum. Gesucht sind vor allem Wohnungen mit 3,5 und mehr Zimmern, wie aus einer Analyse von Suchanfragen der Immobilienplattform Immoscout24 hervorgeht. Wegen der Corona-Pandemie legen die Menschen mehr Wert auf das Wohnen.

Bei den Suchenden sind weiterhin 3,5-Zimmerwohnungen am beliebtesten. 17,7 Prozent der Suchanfragen entfielen auf diese Kategorie, heisst es in einer Mitteilung von Immoscout24. Auf den zweiten Platz vorgerückt ist neu die 4,5-Zimmmerwohnung und hat die 3-Zimmerwohnung auf Platz drei verdrängt.

«Seit April ist der Anteil der Anfragen für 1, 1,5 und 2 Zimmer deutlich gesunken», wird Martin Waeber, Managing Director von ImmoScout24, in der Mitteilung zitiert. Bei den 1-Zimmerwohnungen sei der Rückgang mit 18,2 Prozent am eindrücklichsten. Dies zeige, wie wichtig Wohnen geworden sei.

Dagegen hätten die Suchanfragen für 3,5-Zimmerwohnungen um 4 Prozent zugenommen und für 5,5-Zimmerwohnungen sogar um 14,7 Prozent. Die grösste Zunahme aber sei bei den Wohnungen ab 6 Zimmer zu verzeichnen. Sie würden über 29 Prozent öfter gesucht als im Vergleichszeitraum 2019.

Wohnung wird in Krisenzeiten wichtiger

Waeber erklärt sich diesen Trend hauptsächlich mit den Folgen der Coronakrise. Zwar sehe man schon seit Anfang Jahr eine leichte Tendenz zu grösseren Wohnungen. «Seit dem Lockdown ist die Verschiebung jedoch extrem und hält an», so Waeber. Die Menschen verbrächten mehr Zeit zuhause und legten mehr Wert auf ihre Wohnung. Dazu komme, dass Homeoffice seit der Krise populärer geworden sei. «Wer vermehrt zuhause arbeitet, möchte auch entsprechend eingerichtet sein, was oftmals mehr Platz erfordert», so der Experte weiter.

Da Wohnen an zentralen Standorten in den vergangenen Jahren stetig teurer geworden ist, soll, wer sich die Preise nicht leisten könne, aufs Land oder in die Agglomerationen ziehen. Dort seien grössere Wohnungen günstiger zu haben. Da flexible Arbeitsformen an Relevanz gewännen, könnte für Menschen, die vermehrt von Zuhause arbeiten, dort der Traum von mehr Platz auch mit kleinerem Budget in Erfüllung gehen.

(Zoe/SDA)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.
161 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Danke Alain

14.10.2020, 16:46

Und wie bezahlen sie diese mit dem Geld vom RAV und später dem von Sozialamt.

Murmeln

14.10.2020, 13:19

Ihr habt Probleme, Jahrelang ging es Berg auf. Nun kommt hat einmal etwas was bremst. Zurück Krebsen tut immer mehr weh als vorwärts. Seit doch mal froh das ihr hier in der Schweiz leben dürft. Das Gejammer geht einem langsam auf den Kecks. wir sind Vorbilder für unsere Nachkommen, also verhaltet euch mal so. Den 5er und da Weggli hat es noch nie gegeben. allen einen schönen Tag.

Strolchi

14.10.2020, 11:57

Ich hätte noch nie in einem Wohnklo wohnen wollen - daran ändert doch Corona nichts! Ausserdem finde ich 3.5 Zimmer immer noch winzig!