Schnellverpflegung: Schweizer wünschen sich mehr Fast-Food-Ketten
Aktualisiert

SchnellverpflegungSchweizer wünschen sich mehr Fast-Food-Ketten

Der Start von Dunkin' Donuts in der Schweiz zeigt: US-Fast-Food ist hierzulande im Trend. Noch lieber wäre den 20-Minuten-Lesern der Markteintritt einer anderen US-Kette.

von
K. Wolfensberger
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Die US-Kette Dunkin' Donuts kommt in die Schweiz. Bald eröffnet das erste Geschäft in Basel. Viele 20-Minuten-Leser freut dies. Doch wie eine Umfrage zeigt, wünschen sich viele weitere Fast-Food-Restaurants aus dem Ausland.

Die US-Kette Dunkin' Donuts kommt in die Schweiz. Bald eröffnet das erste Geschäft in Basel. Viele 20-Minuten-Leser freut dies. Doch wie eine Umfrage zeigt, wünschen sich viele weitere Fast-Food-Restaurants aus dem Ausland.

AP/Mark Lennihan
Sehr beliebt wäre bei Ihnen Kentucky Fried Chicken (KFC). In einer Umfrage sagen 39 Prozent, dass KFC in die Schweiz kommen solle. Doch die Kette ist nicht unumstritten. Auf diesem Archivbild protestieren Aktivisten von Peta gegen das Unternehmen aus den USA:

Sehr beliebt wäre bei Ihnen Kentucky Fried Chicken (KFC). In einer Umfrage sagen 39 Prozent, dass KFC in die Schweiz kommen solle. Doch die Kette ist nicht unumstritten. Auf diesem Archivbild protestieren Aktivisten von Peta gegen das Unternehmen aus den USA:

13 Prozent wünschen sich, dass Taco Bell Filialen in der Schweiz eröffnet.

13 Prozent wünschen sich, dass Taco Bell Filialen in der Schweiz eröffnet.

AP/Mike Derer

Der Hunger der Schweizer auf Fast Food und amerikanisches Convenience-Essen ist enorm. Das zeigt die baldige Eröffnung des ersten Geschäfts der amerikanischen Backwaren-Kette Dunkin' Donuts, das bereits dieses Jahr in Basel die Türen öffnen wird. Zuvor haben sich in der Schweiz schon die US-Ketten Burger King, Starbucks oder Subways erfolgreich ausgebreitet.

Doch noch gibt es viele Food-Ketten, die nicht in der Schweiz vertreten sind. 20 Minuten wollte deshalb von den Lesern wissen: Welche Fast-Food-Kette fehlt der Schweiz noch? Das Resultat der nicht repräsentativen Umfrage, an der sich 12'705 Leser beteiligten, brachte einen eindeutigen Gewinner hervor. Mit 39 Prozent der Stimmen eroberte Kentucky Fried Chicken (KFC) den ersten Platz. KFC ist mit knapp 19'000 Filialen in 120 Ländern nach McDonald's die zweitgrösste Restaurantkette der Welt.

Taco Bell und Pizza Hut

Auf den Plätzen zwei und drei der Umfrage folgen zwei weitere Klassiker des US-Fast-Foods. Mit 13 Prozent ist Taco Bell die Nummer zwei, mit 10 Prozent Pizza Hut die Nummer drei. Sowohl KFC als auch Taco Bell und Pizza Hut sind im Besitz der Unternehmensgruppe Yam! Brands Inc. Diese hat ihren Hauptsitz in der US-Stadt Louisville und erwirtschaftet mit verschiedenen weiteren Restaurantketten insgesamt einen Jahresumsatz von etwa 13 Milliarden Dollar.

Auf den weiteren Plätzen folgen schliesslich Tim Hortons, Wendy's, Chipotle und die Burgerkette Five Guys. Sechs Prozent der Befragten wünschen sich eine andere Kette, die in der Umfrage nicht vorkam. Immerhin 15 Prozent der 20-Minuten-Leser äusserten sich Fast Food gegenüber grundsätzlich kritisch. Sie sagten: Die Schweiz braucht gar keine neue Fast-Food-Kette.

«Möchtegern-New-Yorker»

Trotz des Resultats der Umfrage räumt Cary Steinmann, Marketing-Professor an der ZHAW School of Management and Law, neuen Fast-Food-Restaurants in der Schweiz eher eine geringe Chance ein. Das gilt vor allem für Dunkin' Donuts. Grund: Donuts hätten zwar einen gewissen Coolness-Faktor, seien aber klar ein Nischenprodukt. Am ehesten aufgehen könne das Konzept in Zürich. «Dort gibt es viele Möchtegern-New Yorker, die auch im Starbucks abhängen», so Steinmann. Im Gegensatz dazu sei ein Erfolg von Dunkin' Donuts in der Romandie und im Tessin aus kulturellen Gründen a priori ausgeschlossen.

Ein weiterer Grund, der gegen Dunkin' Donuts spreche, sei der zu komplizierte Name. Er steht für das Eintauchen (englisch: to dunk) der Donuts in Kaffee, nebst den süssen Teigkringeln das Hauptprodukt der US-Kette. Die Englischkenntnisse vieler Schweizer würden nicht ausreichen, um das verstehen.

McDonald's nimmt es gelassen

Bei McDonald's bleibt man ob des neuen Konkurrenten gelassen. «Unser Vorteil ist, dass wir ein breites Angebot für den ganzen Tag bieten. Von Kaffee und Gipfeli am Morgen über vielfältige Menüs für am Mittag und Abend bis hin zu Snacks für zwischendurch oder in der Nacht nach dem Ausgang», erklärt Mediensprecherin Aglaë Strachwitz.

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