Energieknappheit: Schweizer würden auf warme Wohnung verzichten, nicht auf die warme Dusche

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EnergieknappheitSchweizer würden auf warme Wohnung verzichten, nicht auf die warme Dusche

Der drohende Energieengpass im Winter besorgt die Bevölkerung. Laut einer Umfrage von 20 Minuten und Tamedia will genau die Hälfte, dass der Bundesrat jetzt schon Verbote erlässt.

von
Daniel Graf
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Die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer will, dass der Bundesrat jetzt Sparmassnahmen für obligatorisch erklärt. Nicht verzichten wollen viele aber auf die warme Dusche.

Die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer will, dass der Bundesrat jetzt Sparmassnahmen für obligatorisch erklärt. Nicht verzichten wollen viele aber auf die warme Dusche.

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Schon gar nicht verzichten könnten sie auf das Handy. 

Schon gar nicht verzichten könnten sie auf das Handy. 

20min/Anna Bila
Auch das Kochen und Backen ist den Schweizern wichtig. Nur kalte Speisen will kaum jemand auf dem Menü. 

Auch das Kochen und Backen ist den Schweizern wichtig. Nur kalte Speisen will kaum jemand auf dem Menü. 

LAB

Darum gehts

Noch sind die Temperaturen relativ mild und geht es nach amerikanischen Meteorologen könnte uns ein milder Winter helfen, mit der begrenzt zur Verfügung stehenden Energie in Form von Strom und Gas über den Winter zu kommen. Nichtsdestotrotz beschäftigt die drohende Energiemangellage die Menschen in der Schweiz: 47 Prozent glauben laut einer Umfrage von 20 Minuten und Tamedia (siehe unten), dass wir nicht ohne Versorgungslücken durch den Winter kommen werden.

Der Bund wartet mit Eingriffen in Wirtschaft und Privatleben zu, bis tatsächlich Versorgungslücken drohen. Die Hälfte der Bevölkerung würde gerne weitergehen. 50 Prozent antworteten auf die Frage, ob der Bundesrat Energiespar-Massnahmen für Unternehmen und Privathaushalte schon jetzt für obligatorisch erklären sollte, mit «Eher ja» oder «Ja».

Glaubst du, dass wir bald zum Stromsparen gezwungen werden?

Auf warme Wohnungen verzichten, aber nicht auf warme Duschen

Das Energiesparen wäre also nicht mehr wie heute nur ein Appell des Bundesrats, sondern verpflichtend. Würden Schweizerinnen und Schweizer gezwungen, Energie zu sparen, könnten sie am ehesten auf den Wäschetrockner verzichten (63 Prozent). Auch mit kühlen Wohnungen scheinen die Schweizerinnen und Schweizer wenig Probleme zu haben: 56 Prozent gaben an, darauf verzichten zu können, die Wohnung über 19 Grad zu heizen – Mehrfachantworten waren möglich.

Auf die warme Wohnung folgen der öffentliche Verkehr (32 Prozent), das Licht (25 Prozent), der Staubsauger (20 Prozent), die Tiefkühltruhe (19 Prozent) und Fernsehen und Musikhören (18 Prozent). Am unteren Ende der Tabelle steht das Handy: Nur sechs Prozent würden darauf verzichten, wenn sie irgendwo Energie einsparen müssten. Ebensowenige würden beim Kochen und Backen sparen. Auch auf die warme Dusche würden nur zehn Prozent verzichten.

Die Studie

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