Aktualisiert 19.08.2009 09:05

NahrungsmittelSchweizer zahlen 45 Prozent mehr

Die Schweiz ist eine Hochpreisinsel: Eine neue Studie untermauert dies mit eindrücklichen Zahlen. So bezahlen Schweizer für Nahrungsmittel satte 45 Prozent mehr als das übrige Westeuropa. Doch es gibt auch gute Nachrichten.

von
mlu

Trotz den hohen Nahrungsmittelpreisen haben die Angestellten in Zürich und Genf Ende Monat mehr von ihrem Einkommen übrig als Angestellte in jeder anderen Stadt der Welt. Der Grund: ausserordentlich hohe Bruttolöhne und eine vergleichsweise niedrige Abgabenlast. Das geht aus einer Studie der UBS hervor, die Preise und Löhne in 73 Städten der Welt verglichen hat.

Als Vergleichsobjekt diente dieses Jahr erstmals auch ein weltweit erhältliches elektronisches Gerät, der iPod Nano mit 8 Gigabyte Speicher. Muss in Zürich oder New York, welche zu den Städten mit den höchsten Löhnen zählen, ein durchschnittlicher Lohnempfänger 9 Stunden arbeiten, um ein solches Gerät zu erstehen, muss ein Arbeitnehmer im indischen Mumbai dafür 20 Tage lang je 9 Stunden schuften.

Teure Nahrungsmittel

Im Durchschnitt zahlen die Bürger der Schweizer Städte Genf und Zürich rund

20% mehr für Waren, Dienstleistungen und Unterkunft als Einwohner der übrigen westeuropäischen Städte. Vergleicht man nur die Kosten für die Nahrungsmittel, übertrifft die Schweiz den westeuropäischen Durchschnitt gar um 45 Prozent. Teurer ist die Ernährung nur noch in Tokio.

Im globalen Durchschnitt hat ein Arbeitnehmer nach 37 Minuten den Lohn für einen Big Mac verdient, in 22 Minuten ein Kilo Reis und in 25 Minuten ein Kilo Brot. Einen Big Mac kann man sich in Zürich bereits nach 15 Minuten Arbeit leisten, in Nairobi sind dafür über zweieinhalb Stunden Arbeit nötig.

Schweizer arbeiten unterdurchschnittlich lange

Wer dachte, in der Schweiz wird überdurchschnittlich viel gearbeitet, hat sich getäuscht: So liegt Zürich mit einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 1896 Stunden pro Jahr leicht unter dem globalen Durchschnitt von 1902 Stunden. Überdurchschnittlich lange wird in Asien und im Nahen Osten gearbeitet: So hat Kairo die höchste Jahresarbeitszeit überhaupt (2373 Stunden), gefolgt von Seoul (2312 Stunden). Am wenigsten Zeit am Arbeitsplatz verbringen die Franzosen: Lyon und Paris mit 1582 respektive 1594 Jahresarbeitsstunden stehen am unteren Ende der Rangliste. (mlu/sda)

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