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GesundheitskostenSchweizer zahlen doppelt so viel Prämien wie 2000

Die Prämienbelastung in der Schweiz steigt weiter an. Teils wenden Haushalte 14 Prozent ihres Lohns für die Krankenkassenprämien auf.

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Für viele Familien werde die Prämienlast mittlerweile unerträglich, sagt der Schweizerische Gewerkschaftsbund.

Für viele Familien werde die Prämienlast mittlerweile unerträglich, sagt der Schweizerische Gewerkschaftsbund.

Keystone/Christian Beutler
Teils ist die Prämienbelastung doppelt so hoch wie vor 19 Jahren.

Teils ist die Prämienbelastung doppelt so hoch wie vor 19 Jahren.

Keystone/Gaetan Bally
Paarhaushalte mit Kindern und einem Einkommen von 60'000 bis 90'000 Franken gäben mittlerweile durchschnittlich bereits 14 Prozent ihres Lohns für die Krankenkassenprämien aus.

Paarhaushalte mit Kindern und einem Einkommen von 60'000 bis 90'000 Franken gäben mittlerweile durchschnittlich bereits 14 Prozent ihres Lohns für die Krankenkassenprämien aus.

Keystone/Gaetan Bally

Die Krankenkassenprämien sind laut der «SonntagsZeitung» seit Anfang des Jahrtausends deutlich stärker gestiegen als die Löhne und die Prämienverbilligungen.

Die Zeitung beruft sich dabei auf Berechnungen des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Für viele Familien werde die Prämienlast mittlerweile unerträglich: Paarhaushalte mit Kindern und einem Einkommen von 60'000 bis 90'000 Franken gäben mittlerweile durchschnittlich bereits 14 Prozent ihres Lohns für die Krankenkassenprämien aus. Dies sei mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2000.

Die Prämienbelastung in der Schweiz steigt weiter an. Können Sie sich die Krankenkasseprämie überhaupt noch leisten? Erzählen Sie hier von Ihrer Situation:

Kantone legt Prämienverbilligungen fest

Dies sei sogar mehr, als der Bundesrat gewollt habe, denn im Jahr 1991 hatte er in der Botschaft zur Revision der Krankenversicherung beantragt, dass die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung KVG acht Prozent des steuerbaren Einkommens nicht übersteigen dürften.

Diesen Antrag hatte das Parlament jedoch abgeschmettert. Seither legen die Kantone die Höhe der Prämienverbilligungen für Versicherte in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen fest.

Platz 2 im Sorgenbarometer

Der Schweizerischen Gewerkschaftsbund konnte bei seiner Berechnung nur Standardprämien (freie Arztwahl und 300 Franken Franchise) berücksichtigen, da der Bund erst seit dem vergangenen Jahr die Durchschnittsprämien ausweist.

Jedoch wählt nur noch ein Sechstel der Bevölkerung die Standardprämie. Berücksichtigt man die Durchschnittsprämien, gibt eine Familie mit 60'000 bis 90'000 Franken Lohn 11 Prozent des Lohns für die Krankenkassenprämien aus.

Mit 41 Prozent ist das Thema Gesundheit/Krankenkasse die zweitgrösste Sorge der Schweizerinnen und Schweizer, wie das Sorgenbarometer der Credit Suisse zeigt. Nur die Altersvorsorge bereitet den Schweizerinnen und Schweizern noch mehr Kopfzerbrechen.

(sda)

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