Interview mit Anatole Taubman: «Schweizerdeutsch-Text war ursprünglich länger»
Aktualisiert

Interview mit Anatole Taubman«Schweizerdeutsch-Text war ursprünglich länger»

Anatole Taubman (36) spielt im neuen 007-Film Hilfsbösewicht Elvis und spricht kurz Schweizerdeutsch.

von
Bernhard Brechbühl

Elvis telefoniert am Handy auf Schweizerdeutsch mit seiner Mutter. Wer hatte die Idee für die Szene?

Anatole Taubman: Das war eine Koproduktion von Marc Forster, Mathieu Amalric (er spielt Bösewicht Dominic Greene, die Red.) und mir. Marc sagte, ich solle mit meiner Mutter telefonieren. Mathieu meinte: «Warum nicht auf Schweizerdeutsch?»

Sie sagen «Mami, es isch scho chli heiss da».

Der Text war ursprünglich viel länger. Im Gespräch ging es ums Kofferpacken und es sollte klar machen, dass ich noch zu Hause wohne. Ich sagte zum Beispiel noch «Ich ha d'Underliibli mitgnoh» oder «under d'Kommode hanis ta». Viele gute Momente wurden aus dem Film rausgeschnitten. Da kullert ein Tränchen über mein Herz, aber so ist das Business.

Als Elvis tragen Sie eine Perücke mit scheusslichem Haarschnitt.

Die Perücke habe ich vorgeschlagen, der Schnitt war Marcs Idee.

Spielen Sie bald wieder in einem Schweizer Film?

Ich entwickle gerade mit Regisseur Michael Steiner ein Projekt. Noch kann ich nicht viel verraten. Aber wir denken an eine Gangster-Komödie im Stil von «Midnight Run».

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