Tafers FR: Schweizerin (22) wäscht Geld für Hacker
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Tafers FRSchweizerin (22) wäscht Geld für Hacker

Eine junge Frau verschickt 10'000 Franken per Post nach Russland. Das Geld stammt von einem gehackten Konto.

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Eine Frau aus dem Kanton Freiburg erhielt bei einer Immobilienfirma einen dubiosen Nebenjob. Ihre Aufgabe: Geld abheben ...

Eine Frau aus dem Kanton Freiburg erhielt bei einer Immobilienfirma einen dubiosen Nebenjob. Ihre Aufgabe: Geld abheben ...

cho
... und per Post nach Russland verschicken.

... und per Post nach Russland verschicken.

Andreypopov
Die heute 22-Jährige wurde schuldig gesprochen und zu einer Strafe von 40 Tagessätzen und einer Busse von 900 Franken verurteilt.

Die heute 22-Jährige wurde schuldig gesprochen und zu einer Strafe von 40 Tagessätzen und einer Busse von 900 Franken verurteilt.

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Eine Frau aus dem Kanton Freiburg erhielt bei einer Immobilienfirma einen dubiosen Nebenjob. Ihre Aufgabe: Geld abheben und per Post nach Russland schicken. Die Frau ging der Polizei ins Netz und musste sich vor dem Polizeigericht Tafers verantworten, wie die «Freiburger Nachrichten» berichten.

Die heute 22-Jährige wurde schuldig gesprochen und zu einer Strafe von 40 Tagessätzen und einer Busse von 900 Franken verurteilt. Das Gericht begründete dies damit, dass die junge Frau aufgrund ihrer Ausbildung und Berufserfahrung hätte ahnen müssen, dass an der Sache etwas faul sei. Die Frau zog ihren Schuldspruch vom Monat Mai an die nächste Instanz weiter.

Konto gehackt

In der Zweitverhandlung am Donnerstag beharrte die Angeklagte immer wieder darauf, dass die Firma einen seriösen Eindruck auf sie gemacht habe und sie unschuldig sei. Vor Gericht sagte die Freiburgerin, dass ihr damals mitgeteilt worden sei, dass das Geld von einem Kunden der Immobilienfirma stamme.

In Wirklichkeit wurde aber das Konto eines Mannes gehackt und Geld abgehoben. «Hat Sie die Tatsache nicht stutzig gemacht, dass einer neuen Mitarbeiterin über 10'000 Franken auf das Konto überwiesen werden und sie diese nach Russland schicken sollte?», fragte Polizeirichter Peter Rentsch die Angeklagte. Für diese Handlung wurde der Frau von der Immobilienfirma eine Provision von 220 Franken versprochen.

«Meine Mandantin wurde Opfer einer bekannten Betrugsmasche», erklärte ihr Anwalt. Sie habe nicht ahnen können, dass das Geld von einem gehackten Konto stammte. Er verlangt einen Freispruch. Der Richter fällt sein Urteil nächste Woche.

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