Polizei ermittelt wegen Mordes - Schweizerin auf Phuket vergewaltigt und getötet
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Polizei ermittelt wegen MordesSchweizerin auf Phuket vergewaltigt und getötet

Eine 57-jährige Schweizerin wurde am Donnerstagnachmittag tot zwischen Felsen an einem Wasserfall aufgefunden. Sie soll vergewaltigt und getötet worden sein. Die Ermittlungen laufen, wie es auf Anfrage von 20 Minuten heisst.

von
Karin Leuthold
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Die Polizei von Phuket entdeckte die Leiche einer 57-jährigen Schweizerin am 5. August 2021 zwischen Felsen bei einem Wasserfall. Die Behörde geht davon aus, dass sie vor etwa zwei Tagen getötet wurde.

Die Polizei von Phuket entdeckte die Leiche einer 57-jährigen Schweizerin am 5. August 2021 zwischen Felsen bei einem Wasserfall. Die Behörde geht davon aus, dass sie vor etwa zwei Tagen getötet wurde.

Bangkok Post
Die Leiche war mit einem schwarzen Laken bedeckt, nur ihre Füsse ragten aus dem Wasser.

Die Leiche war mit einem schwarzen Laken bedeckt, nur ihre Füsse ragten aus dem Wasser.

Screenshot thairath
Die getötete Schweizerin wohnte im Mooring Resort Hotel.

Die getötete Schweizerin wohnte im Mooring Resort Hotel.

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Darum gehts

  • Am Donnerstag entdeckte die thailändische Polizei die Leiche einer 57-jährigen Schweizerin in der Nähe des Wasserfalls von Ao Yon in Phuket.

  • Das Opfer soll ersten Erkenntnissen zufolge vergewaltigt und getötet worden sein.

  • Eine Zeugin sah die Frau am Dienstag gegen 14 Uhr aus dem Hotel in Richtung Strand gehen.

Eine 57-jährige Schweizerin wurde am Donnerstagnachmittag tot zwischen Felsen bei einem Wasserfall in Muang, Phuket, aufgefunden. Laut ersten Erkenntnissen soll das Opfer vergewaltigt und getötet worden sein. Wie «Bangkok Post» berichtet, haben Dorfbewohner die Leiche der etwa 164 Zentimeter grossen Frau gefunden und die Polizei informiert.

Der leblose Körper lag mit dem Gesicht nach unten im Wasser zwischen Felsen etwa einen halben Kilometer vom Eingang des Ao Yon-Wasserfalls in Tambon Wichit entfernt. Die Leiche war mit einem schwarzen Laken bedeckt, nur ihre Füsse ragten aus dem Wasser. Wie das Portal «News Thaipbs» schreibt, habe der Täter einen Stein auf dem Kopf der Leiche gelegt, damit diese nicht an die Oberfläche auftauche.

Die Polizei geht davon aus, dass die Schweizerin vor etwa zwei Tagen starb. Die Todesursache ist nicht bekannt, die Autopsie steht noch aus. Das Ermittlungsteam überprüfe derzeit alle Hinweise, hiess es auf Anfrage von 20 Minuten bei der Polizei von Wichit.

Opfer reiste am 13. Juli von Singapur nach Thailand

Die tote Frau trug ein rosa T-Shirt, eine dunkle Jacke und eine Halskette mit einer silbernen Münze. In der Nähe der Leiche entdeckte die Polizei ihre Shorts und Unterwäsche. Etwas weiter entfernt lagen schwarze Nike-Turnschuhe, ein Rucksack mit Kleidern und einem Handy.

Die Beamten fanden laut thailändischen Medien den Pass und Namenskarten der Frau, die darauf hindeuten, dass sie beim diplomatischen Dienst tätig gewesen sei. Unklar aber ist, für welchen. Gemäss Thairath.co.th hat sie für die deutschen Behörden gearbeitet.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, dass es Kenntnis von dem Todesfall habe. Die verstorbene Person habe noch nicht eindeutig identifiziert werden können. Die Schweizer Botschaft in Bangkok steht in Kontakt mit den thailändischen Behörden.

Die thailändische Einwanderungspolizei gab bekannt, dass das Opfer am 13. Juli am Flughafen Phuket angekommen sei, sie war im Rahmen eines Modellprojekts für Tourismus in Corona-Zeiten auf die grösste Insel des Königreichs gereist. Im Jahr 2019 hatte die Schweizerin schon Phuket besucht. Dieses Mal sei die 57-Jährige allein aus Singapur angereist und habe vom 13. bis 27. Juli im Dusit Thani Laguna Hotel übernachtet, bevor sie ins Mooring Resort Hotel gezogen sei. Eine Zeugin sah sie am Dienstag gegen 14 Uhr aus dem Hotel in Richtung Strand gehen. Aufgrund der laufenden Ermittlungen dürften die Angestellten des Mooring Resort Hotels keine Auskünfte geben, hiess es auf Anfrage von 20 Minuten.

Der thailändische Aussenminister kontaktierte nach Angaben eines Ministeriumssprechers die Schweizer Botschaft und übermittelte sein Beileid «zum Mord an einer Schweizerin in Phuket». Der Gouverneur von Phuket sicherte umgehende Ermittlungen und eine Autopsie zu.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

(dpa/roy)

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