Aktualisiert 31.12.2019 19:25

Australien

Schweizerin erlebt Buschfeuer hautnah mit

Nina Diener (29) war so nah an den Buschfeuern in Australien, dass sie vom Rauch krank wurde. Inzwischen ist sie in Neuseeland.

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Der dichte Rauch in der australischen Stadt Moruya machte Nina Diener (29) aus Embrach zu schaffen: «Ich wurde krank», erzählt sie.

Der dichte Rauch in der australischen Stadt Moruya machte Nina Diener (29) aus Embrach zu schaffen: «Ich wurde krank», erzählt sie.

Sie besuchte dort während ihrer Ferien in Australien einen Freund. Doch ganz in der Nähe wüteten Buschfeuer.

Sie besuchte dort während ihrer Ferien in Australien einen Freund. Doch ganz in der Nähe wüteten Buschfeuer.

Am Montag wurde das Haus ihres Kollegen schliesslich Opfer der Flammen. Diener ist mittlerweile in Neuseeland.

Am Montag wurde das Haus ihres Kollegen schliesslich Opfer der Flammen. Diener ist mittlerweile in Neuseeland.

Am Montag war Nina Diener (29) noch bei einem Freund in der Nähe der australischen Stadt Moruya in den Ferien. Jetzt ist das Haus, in dem die Frau aus Embrach erst noch übernachtet hatte, wohl den Flammen zum Opfer gefallen.

Der Bundesstaat New South Wales, in dem Moruya liegt, wird zurzeit von unzähligen Buschfeuern heimgesucht. Allein in New South Wales sollen eine Fläche fast so gross wie die Schweiz und circa 1000 Häuser zerstört worden sein.

Nina Diener (29)

«Ich wurde krank»

Diener erlebte die Buschfeuer aus nächster Nähe mit: «Es hing dichter Rauch in der Luft», schildert sie die Lage. Sie hielt die fünf Tage, die sie bei ihrem australischen Kollegen Clayton verbrachte, kaum aus: «Mir ging es nicht gut.»

Der ganze Rauch wirkte sich auf ihre Gesundheit aus: «Mir war schlecht, ich wurde krank», erzählt Diener. Das Haus habe sie nur verlassen, um an den Strand zu fahren: «Dort hatte es keinen Rauch.»

Noch nie Buschfeuer in diesem Ausmass erlebt

Angst habe sie trotzdem nicht gehabt. Clayton habe sie beruhigt: «Er sagte anfangs, das sei normal.» Doch dann seien die Feuer in den letzten Tagen immer heftiger geworden. Da sei es auch ihm unwohl geworden: «Er wohnt seit elf Jahren dort, aber Buschfeuer in diesem Ausmass hatten sie noch nie.»

Damit hatte auch Diener in ihren Australienferien nicht gerechnet. Doch zum Glück hatten sie und Clayton auch einen Aufenthalt in Neuseeland geplant. Am Montag reisten sie deshalb planmässig aus Moruya ab – gerade noch rechtzeitig.

Sie weiss noch nicht, wo sie schlafen wird

Als ihr Flugzeug in Neuseeland landete, erhielten sie die bittere Nachricht: Vermutlich ist das Haus des Australiers niedergebrannt. Claytons Mitbewohner ist vor den nahenden Flammen geflohen und hat das Haus verlassen: «Er hat Claytons Hund und seine wichtigsten Sachen eingepackt und sich in Sicherheit gebracht.»

Claytons Haus liegt rund zehn Autominuten von Moruya entfernt. Aber auch die Stadt selbst ist inzwischen bedroht: «Seine beiden erwachsenen Söhne, die dort wohnen, haben all ihre Sachen ins Auto gepackt», sagt Diener. Sie seien darauf vorbereitet, zu fliehen.

In zwei Wochen wollen Diener und ihr Kollege wieder nach Moruya zurückkehren. Was dann noch steht, wissen sie nicht. Wo sie übernachten werden, auch nicht. Nur so viel: «Vermutlich schlafen wir bei Verwandten.»

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