Aufmerksame Barangestellte: Schweizerin in Frankreich getötet - Verdächtiger in Haft
Aktualisiert

Aufmerksame BarangestellteSchweizerin in Frankreich getötet - Verdächtiger in Haft

Dank der Hilfe einer Barangestellten konnte die Polizei von Annecy nach dem Tod einer 39-jährigen Schweizerin in Saint-Julien-en-Genevois einen 47-Jährigen festnehmen.

Der Verdächtige hatte sich mit der Frau in einer Immobilienvermittlung gestritten, wie am Freitag aus dem Umfeld der Ermittler hiess.

Ein Mitarbeiter hatte am Vormittag des 19. Dezembers die Leiche der Schweizerin in der Immobilienvermittlung gefunden. Die Frau mit Familie war dort beschäftigt gewesen. Auf die Spur des 47-Jährigen sei die Polizei dank der Angestellten einer nahe der Vermittlung gelegenen Bar gekommen. Die junge Frau hatte am Tag des Tötungsdelikts einen Mann beobachtet, der sich seltsam benommen hatte. Er hatte Blutspuren an einer Hand und liess eine Zeitung auf der Theke liegen, die die Barangestellte aufbewarte. Auf der Zeitung fand die Polizei später Fingerabdrücke des Verdächtigen.

Mehrere Personen hatten zudem beobachtet, wie der Mann mehrere Telefongespräche führte. Mit Hilfe der Telekommunikationsbetreiber wurden sämtliche Telefonanrufe am Morgen des Tötungsdelikts überprüft. Der 47-Jährige sei in der Folge rasch identifiziert worden und die Fingerabdrücke hätten mit denjenigen auf der Zeitung übereingestimmt. Der Verdächtige glich zudem dem mit Hilfe von zwei Zeugen erstellten Phantombild.

Der Mann war in der Folge am vergangenen Mittwoch verhaftet worden. Er gestand, am Tag des Todes der Frau die Immobilienverwaltung besucht zu haben. Dort sei es zu einer Auseinandersetzung mit dem Opfer gekommen. Ein Zusammenhang mit dem Tod einer 40-jährigen Frau im rund 60 Kilometer von Saint-Julien entfernten Ort Montreal-la-Cluse wurde ausgeschlossen. (dapd)

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