Krieg im Kaukasus: Schweizerin leitet Georgien-Untersuchung der EU

Aktualisiert

Krieg im KaukasusSchweizerin leitet Georgien-Untersuchung der EU

Die Schweizer Diplomatin Heidi Tagliavini leitet die Untersuchungskommission der EU über die Ursache der Georgien-Krise. Die Schweiz stimmte einer entsprechenden Anfrage der französischen EU-Präsidentschaft zu.

Dies gab Aussenministerin Micheline Calmy-Rey am Freitag anlässlich der ersten Auflage des Klubs für die diplomatische Presse in Bern bekannt.

Die Spitzendiplomatin Tagliavini gilt als profunde Kennerin der Verhältnisse im Kaukasus. Sie soll die Ereignisse im August aufarbeiten.

Dabei geht es um eine Rekonstruktion der Abläufe, die dem Einmarsch georgischer Truppen in die abtrünnige Region Südossetien in der Nacht zum 8. August und dem unmittelbar folgenden Einmarsch russischer Truppen nach Georgien vorausgingen.

EU erfreut über Schweizer Entscheid

Die französische EU-Ratspräsidentschaft ist erfreut über den Entscheid der Schweiz, die Diplomatin Heidi Tagliavini als Leiterin der EU-Untersuchungskommission zu den Ursachen der Kaukasuskrise zur Verfügung zu stellen.

«Sehr gut», so die Reaktion der zuständigen Präsidentschaftssprecherin gegenüber der SDA auf den Entscheid. Auch beim Auswärtigen Amt in Berlin reagierte man erfreut. Deutschland hatte die EU-Untersuchungskommission namhaft vorangetrieben - und dabei schon länger auf Tagliavini als Leiterin gesetzt.

Wie die französische EU-Ratspräsidentschaft weiter ausführte, wird das Mandat für die Untersuchungskommission und deren Finanzierung derzeit finalisiert. Die Verabschiedung auf Ministerebene ist für den 1. Dezember vorgesehen, hiess es in Brüssel. (sda)

Deine Meinung