«Es brauchte klare Rollen»: Schweizerin leitete Suche nach Yogalehrerin
Aktualisiert

«Es brauchte klare Rollen»Schweizerin leitete Suche nach Yogalehrerin

Nach 16 Tagen wurde die verirrte Yoga-Lehrerin Amanda Eller von einem Suchtrupp entdeckt. Massgeblich an diesem Erfolg beteiligt war auch eine Schweizerin.

von
rab
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Die 35-jährige Amanda Eller verlief sich am 8. Mai 2019 im Makawao-Wald auf der Insel Maui in Hawaii. Erst 16 Tage später wurde sich von einem Suchtrupp entdeckt.

Die 35-jährige Amanda Eller verlief sich am 8. Mai 2019 im Makawao-Wald auf der Insel Maui in Hawaii. Erst 16 Tage später wurde sich von einem Suchtrupp entdeckt.

Troy Jeffrey Helmer
Über hunder Helfer beteiligten sich an der Suche.

Über hunder Helfer beteiligten sich an der Suche.

Troy Helmer
John Eller, rechts, der Vater von Amanda Eller, zeigte sich nach der erfolgreichen Rettung seiner Tochter erleichtert.

John Eller, rechts, der Vater von Amanda Eller, zeigte sich nach der erfolgreichen Rettung seiner Tochter erleichtert.

AP/Bryan Berkowitz

«Unglaublich, was Susann gemacht hat. Ihre Ideen waren so kreativ, so clever. Wenn alle Schweizer so sind, dann muss ich mir ernsthaft überlegen, dahin auszuwandern», sagte Kimberlyn Scott, die derzeit als Mediensprecherin der wiedergefundenen Amanda Eller im Einsatz ist, gegenüber den Medien. Die 35-jährige Eller irrte 16 Tage lang durch den Makawao-Wald auf der Insel Maui in Hawaii. Am Freitagabend entdeckte sie ein Suchtrupp aus einem Helikopter bei einer Schlucht in der Nähe von Twin Falls.

Grund für das Loblied auf die Schweizerin Susann Schuh ist der Einsatz, den die 38-Jährige aus Schwarzenbach während der Suchaktion an den Tag gelegt hat. Sie ist mitunter ein Grund, dass die verirrte Yogalehrerin überhaupt gefunden werden konnte.

Niemand wusste, was zu tun ist

Wie CH Media schreibt, ist Schuh derzeit mit Mann und Kind auf Weltreise. Eigentlich plante die Familie, einige ruhige Wochen in Hawaii zu verbringen. Doch dann drang die Nachricht über die vermisste Eller zu ihnen durch. Weil sie helfen wollte, machte sich Schuh zu jenem Zentrum auf, in dem die Suchaktion koordiniert wurde. Wie sie den Zeitungen erzählt, habe sie dort aber nur Chaos angetroffen. Niemand habe gewusst, was zu tun sei.

«Es brauchte klare Rollen»

Schuh, die bis vor ihrer Reise bei bei einer Firma diverse Projekte geleitet hat, entschloss sich angesichts dieser Zustände dazu, die Koordination der Suchaktion zu übernehmen: «Wir mussten den ganzen Ablauf neu aufsetzen. Es brauchte klare Rollen, Zuständigkeiten, einen Dienstplan und eine strukturierte Excel-Liste, auf der alle Suchenden eingetragen und wieder ausgetragen werden», so Schuh. Letzteres, um den Überblick über die mehr als hundert Helfer zu bewahren.

Zwei Wochen lang habe Schuh die Suchaktion geleitet. Dann sei schliesslich die erlösende SMS gekommen: «Sie lebt!». Nun wird die engagierte Schweizerin in Hawaii als Heldin gefeiert. Sie selbst zeigt sich angesichts des vielen Lobs bescheiden und sagt: «Ich habe da einfach ein paar Sachen optimiert.»

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