Aktualisiert 10.08.2019 09:00

Wanderunfall auf IslandSchweizerin schreit stundenlang um Hilfe

Eine junge Schweizerin war in Island allein zu einer Wanderung aufgebrochen. Sie stürzte über eine Klippe und blieb schwer verletzt liegen.

von
doz
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Eine Schweizerin ist in Island über eine Klippe gestürzt. (Symbolbild)

Eine Schweizerin ist in Island über eine Klippe gestürzt. (Symbolbild)

Karlheinz Irlmeier
Danach blieb sie verletzt in einem Fluss liegen.

Danach blieb sie verletzt in einem Fluss liegen.

Ísólfur Rettungsteam
Sie konnte sich kaum mehr bewegen.

Sie konnte sich kaum mehr bewegen.

Ísólfur Rettungsteam

Ein 84-jähriger Mann befand sich gerade auf einem Golfplatz in Seyðisfjörður in Island, als er auf einmal von weit her Hilferufe vernahm. Erst war er sich nicht sicher, ob sein Gehör ihn nicht doch getäuscht hatte, zur Sicherheit alarmierte er aber dennoch einen Polizeibeamten. Dieser versicherte ihm, dass er die Schreie nicht einfach ignorieren könne, und ging mit ihm in Richtung eines Berges, woher die Schreie anscheinend gekommen waren.

Tatsächlich vernahm auch der Polizist gegen 22 Uhr schliesslich die Schreie, wie «Iceland Monitor» berichtet. Daraufhin wurde ein Rettungsteam alarmiert. Rund 40 Minuten später fanden sie eine Frau, die auf 150 Metern Höhe auf einer Klippe feststeckte.

Im Spital operiert

Bei der Frau handelte es sich um eine Schweizerin Anfang 20. Sie war von einem Felsvorsprung gefallen und in einem Bächlein gelandet. Dort war sie verletzt liegen geblieben. Als die Rettungskräfte sie Stunden später fanden, war sie vollkommen entkräftet und unterkühlt. Sie konnte nicht einmal mehr ihren Kopf heben.

Die Schweizerin wurde sofort in ein Spital nach Reykjavik gebracht. Dort wurde sie am Mittwoch am Rücken operiert und wird noch immer behandelt. Ihre Genesung verlaufe aber gut.

Der Rettungshelfer Davíð Kristinsson betonte nach der Rettung gegenüber den Medien, wie wichtig es sei, dass man jemanden darüber informiere, wenn man eine gefährliche Wanderung unternehme. «Die Frau war vollkommen allein, niemand hätte sie vermisst oder wäre sie suchen gegangen», sagt Kristinsson. Auch sonst habe die Frau Glück gehabt: «Sie wäre wohl gestorben, wenn sie nicht gehört worden wäre.»

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