Aktualisiert 02.04.2020 16:24

Ischgl (A)

Schweizerin war doch nicht Patientin null

Verwirrung um «Corona-Patientin null»in Österreich: Eine Frau, und nicht ihr Arbeitskollege soll sich in Ischgl bereits am 5. Februar angesteckt haben. Das stellt sich nun als Fehler heraus.

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las
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Die österreichische Gemeinde Ischgl im Tirol ist der Ausgangspunkt einer Corona-Infektionskette, in deren Verlauf sich 611 Personen angesteckt haben.

Die österreichische Gemeinde Ischgl im Tirol ist der Ausgangspunkt einer Corona-Infektionskette, in deren Verlauf sich 611 Personen angesteckt haben.

Wikimedia/Basotxerri
Ischgl liegt nahe der Schweizer Grenze und für seinen Zugang zu den Skigebieten um den Bürkelkopf bekannt. Auf dessen Schweizer Seite liegt Samnaun GR.

Ischgl liegt nahe der Schweizer Grenze und für seinen Zugang zu den Skigebieten um den Bürkelkopf bekannt. Auf dessen Schweizer Seite liegt Samnaun GR.

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Die Gemeinde hat eine Bevölkerung von knapp über 1500 Einwohnern.

Die Gemeinde hat eine Bevölkerung von knapp über 1500 Einwohnern.

Wikimedia/Basotxerri

Eine Schweizerin soll die «Corona-Patientin null» eines Infektionsherds in der Tiroler Region Paznaun sein. In einer Analyse der Österreichischen Gesundheitsagentur (Ages) wurde die Infektionskette auf die Frau, die in der Gemeinde Ischgl arbeitet, zurückverfolgt. Insgesamt steckten sich dort 611 Personen an.

Die Frau sei bereits am 5. Februar erkrankt, habe aber nur leichte Symptome gezeigt, hiess es. Sie sei zunächst nicht zum Arzt gegangen und wurde erst am 9. März positiv getestet. Wo sie sich angesteckt hat, ist gemäss Ages unklar. Die Frau sei inzwischen wieder völlig genesen.

Barkeeper doch Patient null

Kurz darauf wurde klar: Die Behörden haben einen Fehler gemacht. Die Schweizerin habe nicht am 5. Februar, sondern am 5. März erste Symptome gezeigt. Positiv getestet wurde sie am 9. März. «Hier dürfte bei der Eingabe in oder Übernahme aus dem EMS-System ein Eingabefehler passiert sein, es bleibt in diesem Fall beim Datum 5.3», heisst es in einer Mitteilung, aus der «Der Standard» zitiert.

Die Angestellten des Betriebs seien nun aber alle gesund. «Der Tag der Diagnose muss in vielen Fällen nichts aussagen», betonte Franz Allerberger, Leiter Humanmedizin bei Ages. Ansteckend sind Infizierte laut dem Experten «nur acht Tage»

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