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Schweizerin stirbt in Ruanda

Die Schweizer Entwicklungshelferin Margrit Fuchs ist tot. Die 90-Jährige kam am vergangenen Mittwoch bei einem Autounfall in Ruanda ums Leben.

Bundespräsidentin Micheline Calmy- Rey reagierte bestürzt auf das Unglück.

Sie hatte Fuchs vor knapp zwei Wochen im Rahmen ihrer Afrika- Reise in Kigali getroffen. «Sie war geistig und körperlich in blendender Verfassung und voller Tatendrang», schrieb Calmy-Rey in einem Nachruf für die «Mittelland-Zeitung» (Samstagsausgabe).

Fuchs habe den Bau von Schulen, Geburtshäusern und Autowerkstätten ermöglicht, Kleinsparkassen für die Landbevölkerung gegründet, Viehzucht betrieben und sich für die Bildung von Kindern und Erwachsenen eingesetzt, hielt Calmy-Rey weiter fest.

Nach dem Genozid von 1994 habe Margrit Fuchs zudem den Aufbau von Waisenhäusern ermöglicht, Waisen an Gastfamilien vermittelt und selber Strassenkinder betreut.

Nach Angaben der «Mittelland-Zeitung» soll am Samstag in der zweitgrössten ruandischen Stadt Gitarama ein Trauergottesdienst stattfinden, an welchem drei Bischöfe des Landes mitwirken werden. Das Hilfswerk Margrit Fuchs solle weitergeführt werden, schreibt das Blatt weiter.

(sda)

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