Regina Frey: Schweizerin will mit Kaffee den Orang-Utan retten

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Regina FreySchweizerin will mit Kaffee den Orang-Utan retten

In Indonesien wird der Lebensraum der Orang-Utans in beängstigendem Tempo zerstört. Das Projekt «Orang Utan Coffee» kämpft dagegen an.

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jcg
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Orang-Utans leben auf den südostasiatischen Inseln Sumatra und Borneo.

Orang-Utans leben auf den südostasiatischen Inseln Sumatra und Borneo.

Nick Lobeck
Ihr Lebensraum sind tropische Regenwälder vom Meeresniveau bis in 1500 Meter Höhe.

Ihr Lebensraum sind tropische Regenwälder vom Meeresniveau bis in 1500 Meter Höhe.

Nick Lobeck
Doch dieser Lebensraum ist durch Rodung stark gefährdet. Verantwortlich dafür ist die ungebremste Nachfrage nach Palmöl, wovon Indonesien am meisten produziert.

Doch dieser Lebensraum ist durch Rodung stark gefährdet. Verantwortlich dafür ist die ungebremste Nachfrage nach Palmöl, wovon Indonesien am meisten produziert.

AFP/Romeo Gacad

Regina Frey kam 1973 das erste Mal mit Orang-Utans in der freien Wildbahn in Kontakt. Die Zürcherin weilte damals während ihres Biologiestudiums in Indonesien, wo sie eine Auffangstation für die Menschenaffen gründete. In den vier Jahrzehnten seither ist der Lebensraum der Orang-Utans auf Sumatra dramatisch geschrumpft.

Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2032 ganze 98 Prozent der indonesischen Regenwälder teilweise oder ganz zerstört sein werden. Verantwortlich dafür ist die ungebremste Nachfrage nach Palmöl, wovon Indonesien der grösste Produzent ist. Die Palmölindustrie bedroht nicht nur die letzten 14'000 Orang-Utans, sondern auch die Existenzgrundlage der einheimischen Landbevölkerung.

Kleinbauern schützen den Wald

Hier setzt Regina Frey mit «Orang Utan Coffee» an. Der Kaffee gibt Kleinbauern in der Nachbarschaft von Bergregenwäldern eine Existenzgrundlage. Die Kaffeebauern haben sich im Gegenzug verpflichtet, den Wald und seine Tiere zu schützen. Damit soll verhindert werden, dass die Bauern für den Kaffeeanbau weiteren Regenwald zerstören.

Zurzeit benutzt «Orang Utan Coffee» eine öffentliche Verarbeitungsanlage vor Ort. Weil es dort immer wieder lange Wartezeiten gibt und es zu Diebstählen kommt, planen die Projektverantwortlichen, einen eigenen Trocknungsplatz zu erstellen und die nötigen Maschinen anzuschaffen.

Crowdfunding-Kampage gestartet

Dafür wurde eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Ziel ist es, bis Ende Jahr 50'000 Franken zu sammeln. Kommt das Geld zusammen, kann das Projekt einen entscheidenden Schritt nach vorne machen. Sollte das Finanzierungsziel verfehlt werden, bekommen die Teilnehmer ihr Geld zurück.

Das Crowdfunding für das «Orang Utan Coffee»-Projekt läuft auf 100-days.net.

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