Run auf Samenbank: Schweizerinnen bestellen Sperma per Mausklick
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Run auf SamenbankSchweizerinnen bestellen Sperma per Mausklick

Samen-Bestellungen im Internet aus der Schweiz nehmen stark zu. Weil die Pakete abgefangen werden, weichen viele Frauen auf Adressen im Ausland aus.

von
ann
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Samen im Internet zu bestellen boomt bei Schweizerinnen. 15 spannende Fakten rund ums Sperma folgen auf den nächsten Bildern.

Samen im Internet zu bestellen boomt bei Schweizerinnen. 15 spannende Fakten rund ums Sperma folgen auf den nächsten Bildern.

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1. Fakt: Sperma besteht zu 91,8 Prozent aus Wasser. Weiter enthält es Proteine, Enzyme, Elektrolyte, verschiedene Hormone und Pheromone sowie Zink, Magnesium und Calcium. Es ist mit einem pH-Wert zwischen 7 und 7,8 leicht basisch, was die Samenzellen vor der sauren Umgebung der Vagina schützt.

1. Fakt: Sperma besteht zu 91,8 Prozent aus Wasser. Weiter enthält es Proteine, Enzyme, Elektrolyte, verschiedene Hormone und Pheromone sowie Zink, Magnesium und Calcium. Es ist mit einem pH-Wert zwischen 7 und 7,8 leicht basisch, was die Samenzellen vor der sauren Umgebung der Vagina schützt.

/iStock/AnnekeDeBlok
2. Fakt: Nicht zu verwechseln sind Sperma und Lusttropfen. Bei Letzterem handelt es sich um ein Sekret, das dazu dient, Urin-Reste in der Harnröhre zu neutralisieren und die Gleitfähigkeit der Eichel zu verbessern. Dennoch können in ihm Spermien enthalten sein. Heisst: Eine Frau kann dadurch bereits schwanger werden.

2. Fakt: Nicht zu verwechseln sind Sperma und Lusttropfen. Bei Letzterem handelt es sich um ein Sekret, das dazu dient, Urin-Reste in der Harnröhre zu neutralisieren und die Gleitfähigkeit der Eichel zu verbessern. Dennoch können in ihm Spermien enthalten sein. Heisst: Eine Frau kann dadurch bereits schwanger werden.

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Der Schweiz steht eine dänischen Invasion bevor – nicht zuletzt wegen der Firma Cryos. Denn die Samenbank, die damit wirbt, die grösste der Welt zu sein, erhält aus unserem Land «ein Dutzend Bestellungen pro Woche». Dies sagte Cryos-Direktor Ole Schou gegenüber «Le Matin».

«Bis vor Kurzem haben wir die Spermien direkt verschickt», sagt der Geschäftsmann. Aber die Behörden hätten angefangen, die Pakete abzufangen und diesen Einfuhren ein Ende zu setzen. Die bestellenden Frauen seien auch gebüsst worden. Aus diesem Grund gebe es seit rund einem Jahr immer mehr Bestellungen aus der Schweiz, die nicht in unser Land geliefert werden, sondern an Adressen im nahen Ausland.

Strikte Schweizer Gesetze kurbeln Geschäft an

Bestellt würden aus der Schweiz oft sogenannte Selbstbefruchtungs-Kits, die an private Adressen gingen. Der andere häufige Fall seien laut Schou Bestellungen, die direkt an ausländische Kliniken gesendet würden – meist in Belgien oder Spanien.

Nicht ohne Grund gibt es in der Schweiz so viele Frauen, die Spermien im Internet bestellen. Sie umgehen damit die restriktiven Gesetze in der Schweiz. Denn die Befruchtung mit fremden Samen ist Frauen nur erlaubt, wenn sie verheiratet sind, sie und ihr Ehemann bis zur Mündigkeit des Kindes für dessen Pflege und Erziehung sorgen können und andere Therapien bisher nicht zum Erfolg geführt haben.

Immer mehr Befruchtungen mit fremdem Sperma

Trotz dieser strengen Richtlinien ist die Anzahl der offiziellen Befruchtungen mit fremden Spermien in den letzten Jahren stark gestiegen. Waren es 2001 noch 62 stieg die Zahl bis 2013 auf 279. Die Dunkelziffer der nach Schweizer Recht illegalen Befruchtungen mit Fremdsperma dürfte aber noch viel höher sein.

Im Mai 2014 fischte ein Zollbeamter per Zufall ein Paket der Firma Cryos heraus, um es zu kontrollieren, wie in den Medien zu lesen war. Laut Zollbehörden waren zuvor schon mindestens hundert solche Pakete an Schweizer Adressen ausgeliefert worden.

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