EM-Barrage - Schweizerinnen kommen mit einem blauen Auge davon
Aktualisiert

EM-BarrageSchweizerinnen kommen mit einem blauen Auge davon

Um an der EM 2022 in England teilnehmen zu können, muss die Schweizer Frauen-Nati das Playoff überstehen. Im Hinspiel gegen Tschechien spielt sie 1:1 unentschieden.

von
Erik Hasselberg

Im Hinspiel der EM-Barrage kommen die Schweizerinnen in Tschechien mit einem blauen Auge davon. Der wichtige 1:1-Ausgleich fällt erst in der 90. Minute.

SRF

Darum gehts

  • Im Sommer 2022 findet die Frauenfussball-EM statt.

  • Weil die Schweizerinnen in der Qualifikation nur Gruppen-Zweite wurden, müssen sie durchs Playoff.

  • Die Tschechinnen schaffen beinahe die Überraschung, doch am Ende steht für die Schweiz ein 1:1.

90 Minuten waren gespielt und die Schweizerinnen sahen schon wie die sicheren Verliererinnen aus. Doch Crnogorcevic mit ihrem 61. Tor im Dress der Schweizer Nati behielt vom Penaltypunkt die Nerven und erzielte den so wichtigen 1:1-Ausgleich im Hinspiel der Barrage für die EM 2022. Das Foul, das zum Elfmeter führte, hatte sich dabei in ähnlicher Art und Weise knapp 40 Minuten zuvor im Strafraum der Schweizerinnen abgespielt.

Denn in der 49. Minute war Rückkehrerin Gaël Thalmann machtlos, als sie von Katerina Svitková trocken und humorlos mit einem zentral platzierten Penalty zum 1:0 bezwungen wurde. Die Torhüterin stand nach einer Corona-Erkrankung wieder zwischen den Pfosten und sollte der Nati zusätzlichen Rückhalt verleihen. Den Start in die zweite Halbzeit hatten sich die Schweizerinnen anders vorgestellt.

Schwache erste Halbzeit

In den ersten 45 Minuten hatte das Team von Nils Nielsen noch die Null gehalten und vor allem bei Standards ihre Gefahr unter Beweis gestellt. In der 6. Minute war es Bartonva, die einen Eckball an die Latte des Gehäuses der Gastgeberinnen köpfte. Crnogorcevic vergab im Nachschuss die Schweizer Führung. Und auch wenn die Schweizerinnen gesamthaft in der ersten Halbzeit mehr Ballbesitz hatten und öfter aufs gegnerische Tor schossen, waren es die Tschechinnen, welche die Spielkontrolle übernahmen und an sich rissen. Bei schnellen Gegenstössen der Schweizerinnen wusste sich das Heimteam oftmals nur mit taktischen Fouls zu helfen.

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Enges Spiel: Noëlle Maritz im Zweikampf mit Eva Bartonova (l.) und Tereza Szewieczkova (r.). 

Enges Spiel: Noëlle Maritz im Zweikampf mit Eva Bartonova (l.) und Tereza Szewieczkova (r.).

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Im Hinspiel der EM-Barrage haben die Schweizerinnen gegen die Tschechinnen beinahe das Nachsehen. 

Im Hinspiel der EM-Barrage haben die Schweizerinnen gegen die Tschechinnen beinahe das Nachsehen.

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Am Ende erzielen sie das so wichtige Auswärtstor und schaffen ein 1:1.

Am Ende erzielen sie das so wichtige Auswärtstor und schaffen ein 1:1.

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Nach dem Gegentor versuchten die Schweizerinnen zu reagieren. Nielsen sah sich schon früh zu einem Dreifach-Wechsel gezwungen und brachte Xhemaili, Marti und Fölmi für Maendly, Aigbogun und Sow. Doch auch mit dem jungen Supertalent Xhemaili auf dem Platz, wollte der in weiss spielenden Nati nichts gelingen. Allerdings rieben sich auch andere Spielerinnen immer wieder auf, allen voran Ramona Bachmann, die nicht ihre gewohnte Leistung abrufen konnte. Dies zeigte sich symbolisch in der 60. Minute, als die 30-Jährige in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig traf und am Tor vorbei schoss.

In den letzten Minuten konnten sich dann die Schweizerinnen immer wieder festsetzen, doch der Ball wollte nicht ins Tor, bis die 90. Minute anbrach. Dank des Treffers der 30-jährigen Crnogorcevic präsentiert sich die Ausgangslage für das Team von Nielsen vor dem Rückspiel am Dienstag in Thun ungleich besser. Im Barrage-Rückspiel reicht der Nati nun ein 0:0, um die EM-Endrunde zu erreichen.

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