Aktualisiert 30.06.2009 18:17

Beachvolley-WMSchweizerinnen überraschend weiter

Isabelle Forrer und Sarah Schmocker haben an der WM in Stavanger (No) für eine angenehme Überraschung gesorgt.

Sie qualifizierten sich dank dem 2. Sieg im 3. Gruppenspiel, wie tags zuvor Sascha Heyer/Patrick Heuscher, für die erste K.o.-Runde.

Nach dem Matchball fielen sich Forrer und Schmocker jubelnd in die Arme und schrien ihren Triumph in den Himmel über Stavanger. Sarah Schmocker sprach vom «grössten Erfolg unserer Karriere». Die Nummern 2 der Schweiz hatten die Begegnung mit den Französinnen Deborah Giaoui und Eva Hamzaoui mit 2:0 (21:16, 21:19) gewonnen und dabei über weite Strecken eine tadellose Leistung geboten.

Es war bereits der zweite Sieg in der Vorrunde, wodurch Forrer/Schmocker als Gruppenzweite in die Runde der besten 32 Teams einziehen, in der ab Donnerstag im K.o.-System weitergespielt wird. «Das ist unsere erste WM und wir haben bereits zwei Spiele gewonnen», sagte Forrer, «besser geht es kaum.» Nicht nur, weil die Ergebnisse stimmen, sondern auch die taktischen und spielerischen Leistungen beachtlich sind.

Gegen die Französinnen liessen sich die beiden Schweizerinnen nach dem souveränen Gewinn des ersten Satzes auch von einem Drei- Punkte-Rückstand im zweiten Durchgang nicht aus der Ruhe bringen und suchten beharrlich ihre Möglichkeiten. «An unserer Leistung gibt es wenig auszusetzen», sagte Schmocker und gab als Losung für die nächste Runde aus: «Mit Vollgas und viel Freude weiterspielen. Zu verlieren haben wir nichts, wir haben jetzt schon mehr erreicht als erwartet.» Mindestens im geteilten 17. Rang sind Forrer/Schmocker bereits klassiert.

Schnider/Sutter mit drittem Nuller

Von einem solchen Schlussrang konnten Jan Schnider und Andy Sutter nur träumen. Die in Bern wohnhaften Mittelländer wurden auch im dritten Gruppenspiel gewogen und für zu leicht befunden. Das Interimsduo beendete das fünfte und gleichzeitig letzte gemeinsame Turnier auf dem enttäuschenden 37. Platz. Gegen die Dänen Anders Lund Hoyer/Bo Söderberg gab es nach enttäuschendem Spiel eine 0:2- Niederlage (19:21, 15:21).

«Diese WM war definitiv kein Highlight meiner Karriere», sagte Schnider. «Die Enttäuschung ist gross, weil wir einfach schlecht gespielt haben.» Ab sofort wird Schnider mit Philip Gabathuler zusammenspielen, beim Grand Slam in Gstaad wird das neue Duo sein Debüt auf der World Tour feiern. «Es wird schwer, weil es nie optimal ist, mitten in der Saison zu wechseln. Dennoch hoffe ich auf mehr Erfolg in Gstaad.»

(si)

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